Rheon Medical und Coat-X gewinnen Swiss Medtech Award

22. September 2020 11:00

Bern - Rheon Medical und Coat-X sind mit dem Swiss Medtech Award ausgezeichnet worden. Gemeinsam revolutionieren die beiden Westschweizer Start-ups derzeit die Behandlung des grünen Stars. Die Lausanner Aleva Therapeutics und VirtaMed aus Schlieren hatten ebenfalls die Finalrunde erreicht.

Rheon Medical und Coat-X sind zu den Siegern des Swiss Medtech Award 2020 gekürt worden. Am Montag wurden sie beim Swiss Medtech Day, laut einer Medienmitteilung der „bedeutendste Anlass der Schweizer Medizintechnik-Branche“, von den 500 Teilnehmenden „mit Begeisterung für ihre Kooperationsleistung gefeiert“. Dieser Innovationspreis ist mit 50'000 Franken dotiert. Er wird von der Lichtsteiner Stiftung, der Straumann Gruppe und Ypsomed gesponsert. 

Wie es heisst, revolutioniere das eyeWatch System von Rheon Medical aus Lausanne derzeit die chirurgische Behandlung des grünen Stars (Glaukom). Das Medizinprodukt ist bereits am Markt und wurde schon bei mehr als 150 Patienten erfolgreich angewandt. Dabei handelt es sich um ein implantiertes Druckausgleichssystem für den Augeninnendruck. Er lässt sich von aussen einfach einstellen und bei Nachkontrollen bedarfsgerecht verstellen. So kann eine irreversible Schädigung des Sehnervs und damit auch eine eventuelle Erblindung verhindert werden.

Das Herzstück dieses weltweit ersten, nicht-invasiven Druckausgleichssystems ist eine drehbare Magnetplatte. Dank der innovativen Beschichtungstechnologie von Coat-X aus La Chaux-de-Fonds NE ist sie vor Erosion durch Körperflüssigkeiten geschützt – eine Voraussetzung für die Implantation der eyeWatch.

„Die Schweiz ist einer der weltweit attraktivsten Standorte für die Entwicklung und Fertigung von komplexen, innovativen Medizinprodukten. Die heute ausgezeichnete, gemeinsame Leistung der beiden Firmen Rheon Medical und Coat-X ist ein Musterbeispiel dafür – ein ideales Zusammenspiel von Engineering, Mikrotechnik und Werkstofftechnologie“, wird Peter Biedermann, Geschäftsleiter von Swiss Medtech, in der Mitteilung zitiert.

Wie es dort heisst, haben Jury und Publikum auch die Leistung der beiden anderen Finalisten gewürdigt. Aleva Neurotherapeutics (Lausanne) schaffte es mit einem Tiefenhirnstimulationssystem zur Behandlung von Parkinson-Patienten ins Finale. Die Schlieremer VirtaMed erreichte die Finalrunde mit ihren Chirurgie-Simulatoren. Sie ermöglichen es Ärztinnen und Ärzten, ihre Operationsfertigkeiten virtuell zu trainieren. mm

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