Repower will profitabler werden

22. Mai 2020 15:35

Klosters GR - Repower erwartet für 2020 aufgrund der Corona-Krise ein Ergebnis unter dem Vorjahr. Für das nächste Jahr rechnet das Energieunternehmen mit Wachstum, will aber zugleich an seiner Profitabilität arbeiten, sagte Verwaltungsratspräsidentin Monika Krüsi an der Generalversammlung.

Die 116. Generalversammlung von Repower hat am Mittwoch in Klosters in einer ungewöhnlichen Zusammensetzung stattgefunden. Gemäss den Vorgaben des Bundesrates konnten die Aktionäre nicht selber teilnehmen, sondern mussten sich durch einen unabhängigen Stimmrechtsvertreter vertreten lassen. 

Dabei wählten sie laut einer Mitteilung wie erwartet neu Beat Huber in den Verwaltungsrat. Der Energiespezialist tritt an die Stelle von Roland Leuenberger, der Anfang April zum neuen CEO von Repower gewählt worden ist.

Verwaltungsratspräsidentin Monika Krüsi ging in ihrer Rede auch auf die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise für das Unternehmen ein. Krüsi erwartet für das laufende Jahr ein Unternehmensergebnis, das unter dem des Vorjahres liegt. Sie erteilte dabei der Unternehmensführung eine klare Aufgabe: „Repower kann zwar auch im nächsten Jahr mit einem Wachstum rechnen, muss aber sicher weiter an der Profitabilität arbeiten“, wird sie in der Mitteilung zitiert.

Repower hat 2019 einen Umsatz von 1,9 Milliarden Franken erzielt, das sind 7,3 Prozent weniger als im Vorjahr. Der Gruppengewinn konnte dagegen laut einer Mitteilung von Anfang April von 16 Millionen auf 50 Millionen Franken gesteigert werden. Repower verdankt diese Steigerung vor allem dem Markt Italien. Das italienische Geschäft trug mit einem Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern in Höhe von 51 Millionen den Löwenanteil des gesamten Betriebsergebnisses der Gruppe in Höhe von 64 Millionen Franken bei. 

Die Aktionäre genehmigten sich am Mittwoch in Klosters eine Dividende von 2,50 Franken pro Aktie. In den vergangenen Jahren hatten sie auf Dividenden verzichten müssen. 

Die Elektrizitätswerke des Kantons Zürich (EKZ) sind laut der Aufstellung des Aktionariats mit einem Anteil von 31,12 Prozent der grösste Aktionär, gefolgt vom Kanton Graubünden mit 21,96 Prozent, dem UBS Clean Energy Infrastructure KGK mit 18,88 Prozent und Axpo mit 12,69 Prozent. Die übrigen 14,35 Prozent werden frei gehandelt. stk

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