Privatunternehmen steigern Ausgaben für Forschung

09. Dezember 2020 11:32

Neuenburg - Die private Wirtschaft hat im vergangenen Jahr insgesamt 15,5 Milliarden Franken in Forschung und Entwicklung gesteckt. Gegenüber 2017 sind die Ausgaben somit um 9 Prozent gestiegen. Die Hälfte der Mittel wurde in Forschungen für die Gesundheit investiert.

Einer Mitteilung des Bundesamts für Statistik (BFS) zufolge haben Privatunternehmen in der Schweiz im vergangenen Jahr insgesamt 15,5 Milliarden Franken in Forschung und Entwicklung (F+E) investiert. Im Vergleich zur revidierten Erhebung von 2017 entspricht dies einem Anstieg um 9 Prozent. Dabei hatten die Aufwendungen für F+E in allen Wirtschaftsbereichen mit Ausnahme der in der Herstellung von Informations- und Kommunikationstechnologie aktiven Branchen zugelegt.

Mit 8,1 Milliarden Franken wurde im Berichtsjahr mehr als die Hälfte der Gesamtmittel in F+E im Gesundheitsbereich investiert. Die Pharmaindustrie wendete dabei 5,2 Milliarden Franken für Forschung und Entwicklung auf. In Forschungen für industrielle Produktion und Technologie flossen insgesamt 4,6 Milliarden Franken.

Den stärksten Zuwachs bei den F+E-Ausgaben machen die Analysten des BFS bei der experimentellen Forschung aus. Hier sei im Vergleich zu 2017 ein Wachstum um 23 Prozent auf 6,1 Milliarden Franken beobachtet worden, heisst es in der Mitteilung. Die Aufwendungen für Grundlagenforschung seien im selben Zeitraum hingegen auf einen Anteil von 26 Prozent an den Gesamtausgaben zurückgegangen. Der Anteil der angewandten Forschung blieb gegenüber 2017 mit einem Drittel der Gesamtaufwendungen stabil.

Unternehmen bevorzugten zur Finanzierung ihrer F+E-Projekte eigene Mittel, erläutert das BFS in der Mitteilung weiter. Ihr zufolge belief sich die Selbstfinanzierung der Unternehmen auf insgesamt 13,4 Milliarden Franken. Zudem seien 93 Prozent der F+E-Ausgaben von Unternehmen mit Sitz in der Schweiz aufgewendet worden. hs

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