Privatsektor soll in Entwicklungshilfe einbezogen werden

13. Oktober 2021 12:24

Bern - Der Bund will bei der internationalen Zusammenarbeit verstärkt mit dem Privatsektor kooperieren. Firmen sollen sich etwa mit innovativen und nachhaltigen Produkten einbringen. Für öffentlich-private Partnerschaften ist nun ein Handbuch veröffentlicht worden.

Die Schweiz will bei der internationalen Zusammenarbeit verstärkt mit dem Privatsektor kooperieren. Dieser spiele bei der Erreichung von nachhaltigen Zielen eine besonders wichtige Rolle, betonte Bundesrat Ignazio Cassis bei einer Fachtagung am Dienstag in Bern. „Neun von zehn Jobs in den Entwicklungsländern werden von privaten Unternehmen geschaffen, was Einkommen generiert und Lebensstandards verbessert“, so Cassis laut einer Mitteilung des Bundes.

Private Unternehmen könnten in der internationalen Zusammenarbeit etwa eine „Quelle für Innovation und Fortschritt“ sein, heisst es. Mit innovativen und nachhaltigen Produkten könnten Lebensumstände in Entwicklungsländern verbessert werden. Als Beispiele werden Technologien zur Nutzung von erneuerbaren Energien, neue Medikamente oder Finanzdienstleistungen wie Mikrokredite genannt.

Die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) hat ein Leitbild und ein Handbuch für die Kooperation mit dem Privatsektor erarbeitet, welche an der Fachtagung in Bern vorgestellt wurden. Öffentlich-private Partnerschaften würden an „klare Bedingungen“ geknüpft. Sie sollen „auch in Zukunft ökologische Standards sowie Sozial- und Gouvernanzkriterien erfüllen“.

Die Schweiz nutzt neben der Kooperation mit dem Privatsektor auch weiterhin die traditionellen Instrumente der internationalen Zusammenarbeit. Dabei stehen etwa die Unterstützung von guter Regierungsführung, die Achtung der Menschenrechte sowie die Bekämpfung von Korruption im Zentrum. ssp

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