Plastik verschmutzt die Schweiz

12. Juli 2019 11:48

Dübendorf ZH - In der Schweiz gelangen jährlich über 5000 Tonnen Plastikmüll in die Umwelt. Die Plastikbelastung des Bodens ist dabei weitaus höher als die der Gewässer. Dies hat die Empa in einer Studie festgestellt.

Das Bundesamt für Umwelt (BAFU) hatte die Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) beauftragt, den Umfang der Plastikverschmutzung in der Schweiz zu berechnen, informiert die Empa in einer Mitteilung. In der von ihr dafür erstellten Studie wird die Umweltbelastung durch die sieben Kunststoffe Polyethylen (LD-PE und HD-PE), Polypropylen, Polystyrol und expandiertes Polystyrol, PVC und PET untersucht. Sie werden in der Schweiz für Verpackungen, in Textilien und Isolationsmaterial und für Landwirtschaftsfolien eingesetzt.

Den Erhebungen der Empa-Forscher zufolge landen jährlich rund 5120 Tonnen dieser Kunststoffe in die Schweizer Umwelt. Das entspricht rund 0,7 Prozent ihrer in der Schweiz jährlich insgesamt verbrauchten Menge. Mit rund 4400 Tonnen Makroplastik und 600 Tonnen Mikroplastik endet der überwiegende Anteil des Plastikmülls dabei in den Böden der Schweiz. Die Schweizer Gewässer werden jährlich mit rund 100 Tonnen Makroplastik und 15 Tonnen Mikroplastik belastet.

Die Belastung der Böden sei somit „rund 40-mal höher“ als die der Gewässer, schreibt die Empa in der Mitteilung. Das achtlose Wegwerfen von Abfall wird von den Analysten als Hauptursache für die Verschmutzung benannt. Auch in der Landwirtschaft verwendete Plastikfolien tragen ihnen zufolge in erheblichem Masse zur Plastikbelastung der Böden bei. hs

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