Plastik soll schweizweit gesammelt werden

18. Februar 2021 11:33

Bern - Die ständerätliche Umweltkommission befürwortet einstimmig eine schweizweit koordinierte und flächendeckende Sammlung von Kunststoffabfällen. Eine Steuer auf Plastikverpackungen, die weniger als 25 Prozent Rezyklat enthalten, lehnt sie jedoch ab.

Die Kommission für Umwelt, Raumplanung und Energie (UREK-S) des Ständerates hat die von Marcel Dobler (SG/FDP) eingereichte Motion „Förderung der Kreislaufwirtschaft – Die Schweiz soll mehr Plastik rezyklieren“ einstimmig zur Annahme empfohlen. Als Vorbild diene dabei laut einer Medienmitteilung die Separatsammlung von PET-Flaschen, bei der die Schweiz im internationalen Vergleich eine sehr hohe Quote erreiche. 

Ein zweiter Vorstoss zielte darauf, den Anteil an verwendetem Rezyklat in Plastikverpackungen zu erhöhen. Zu diesem Zweck schlug eine entsprechende Motion der Kommission für Umwelt, Raumplanung und Energie NR vor, eine Steuer auf Produkte einzuführen, deren Verpackung weniger als 25 Prozent Kunststoff-Rezyklat enthält. Der Antrag wurde mit 9 zu 2 Stimmen bei 2 Enthaltungen abgelehnt.

Zwar unterstütze die Kommission diese Zielsetzung und die Kreislaufwirtschaft grundsätzlich. Doch zweifle sie daran, dass sich die vorgeschlagenen Methoden dafür eigneten. Vor allem sehe sie den dafür notwendigen administrativen Aufwand kritisch. Statt dessen sollten „Lösungen für mehr Recycling zunächst in Zusammenarbeit mit Detailhändlern und Privaten entlang der Wertschöpfungskette gefunden werden“. Angesichts des Umstands, dass die Schwesterkommission an einem Gesamtpaket zum Thema Wiederverwertung arbeite, wolle die UREK-S die Resultate dieser Arbeiten abwarten, bevor sie eine solche Einzelmassnahme anstosse. mm

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