Photovoltaik wird Energiesystem grundlegend ändern

05. Juni 2019 12:31

Freiburg i. Br. - Photovoltaik wird zu einem Paradigmenwechsel im globalen Energiesystem führen, schätzt das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme. Ihm zufolge wird die installierte Kapazität bis 2025 auf über 30 Terawatt ansteigen. Gleichzeitig sinken die Produktionskosten von Solarstrom.

Eine Gruppe internationaler Forscher rund um die Global Alliance for Solar Energy Research Institutes (GA-SERI) hat die Eckpunkte der zukünftigen Entwicklungen des Energiesystems untersucht, informiert das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE) in einer Mitteilung. Das ISE gehört zu den Gründungsmitgliedern des internationalen Forscherkreises.

Den Erkenntnissen des GA-SERI zufolge wird das Wachstum der Photovoltaikbranche höher ausfallen als bisher erwartet, erläutert das ISE in der Mitteilung weiter. Ihr zufolge rechnen die Experten mit einem Anstieg der installierten Photovoltaikleistung von weltweit rund 500 Gigawatt per Ende 2018 auf 30 bis 70 Terawatt bis 2050.

In den letzten 40 Jahren seien zudem die Kosten für die Herstellung von Photovoltaikmodulen signifikant gesunken, schreibt das ISE in der Mitteilung. „Dadurch sanken die Stromgestehungskosten für Solarstrom – im Gegensatz zu konventionellen Energiequellen – und in weiten Teilen der Welt ist er absolut wettbewerbsfähig“, wird ISE-Leiter Andreas Bett dort zitiert.

Den Forschern zufolge wird die Entwicklung der Photovoltaik zu einem Paradigmenwechsel im gesamten Energiesystem führen. „Nicht nur der Stromsektor, sondern auch Verkehr, Wärme, Industrie und Chemieprozesse werden in Zukunft massgeblich durch Solarstrom versorgt“, prognostizieren sie in der Mitteilung. Um diese Herausforderung zu meistern, gelte es nun vor allem, „ergänzende Technologien wie Speicher zu entwickeln und die Sektorenkopplung voranzutreiben“, wird Bett zitiert. hs 

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