Pensionskassen haben Aufholbedarf bei Auslandsimmobilien

05. September 2019 13:50

Zürich - Pensionskassen sollten vermehrt auch in Immobilien im Ausland investieren, um sich zu diversifizieren, so das Ergebnis einer Studie von EY und der Hochschule Luzern. Diese zeigt auch, dass es Pensionskassen an interner Expertise in diesem Bereich fehlt.

Schweizer Pensionskassen unterliegen bei ihren Immobilienanlagen einem „Home Bias“ und dies könnte ihnen bares Geld kosten. Dies zeigt eine gemeinsame Studie des Beratungsunternehmens EY und der Hochschule Luzern. Demnach sind derzeit lediglich 10 Prozent der Immobilienanlagen der Pensionskassen in Immobilien im Ausland investiert. Und auch künftig wollen Pensionskassen ihre direkten Anlagen in erster Linie in der Schweiz aufstocken.

„Ein stärkeres Engagement der Pensionskassen bei Auslandsimmobilien ist nicht nur unter dem Gesichtspunkt der vielerorts höheren Renditepotenziale empfehlenswert“, sagt Claudio Rudolf, Leiter Real Estate bei EY Schweiz. „Auch die internationale Diversifikation ist ein gewichtiges Argument“. Die mangelnde Diversifikation berge systematische Risiken.

Die Studie weist auch auf die mangelnde Professionalisierung der Pensionskassen im Bereich Auslandsimmobilien hin. So haben 72 Prozent keine interne Abteilung in diesem Bereich. „Die Professionalisierung der Branche in Hinblick auf ihre Auslandsaktivitäten ist unbedingt notwendig“, betont Casper Studer, Senior Manager bei EY Real Estate Schweiz. ssp

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