Das Fliegen dürfte künftig teurer werden. Bild: Swiss

Parlament beschliesst Flugticketabgabe

10. Juni 2020 14:05

Bern - Das Parlament hat sich für eine Flugticketabgabe zwischen 30 und 120 Franken ausgesprochen. Die Einnahmen sollen teilweise den Fluggesellschaften zugute kommen – etwa wenn sie in erneuerbare Treibstoffe investieren. Ausserdem soll das Benzin teurer werden.

Nach dem Ständerat hat sich im am Mittwoch auch der Nationalrat für eine Flugticketabgabe ausgesprochen. Je nach Distanz und Klasse soll für kommerzielle Passagierflüge eine Abgabe zwischen 30 und 120 Franken anfallen, heisst es in einer Mitteilung der Parlamentsdienste.

Die Flugticketabgabe soll zum Klimaschutz beitragen. Die Hälfte der Einnahmen soll an die Bevölkerung zurückerstattet werden. Belohnt werden jene, die wenig oder gar nicht fliegen. Ein Teil des eingenommenen Geldes soll weiter auch den Fluggesellschaften zugutekommen, wenn diese in erneuerbare Treibstoffe investieren. Über die konkrete Verwendung entscheidet der Nationalrat im Laufe des Nachmittags. Nach den Schätzungen der Umweltkommission dürfte die Flugticketabgabe etwa eine halbe Milliarde Franken im Jahr generieren.

Die Flugticketabgabe wird auch vom Bundesrat unterstützt. Umweltministerin Simonetta Sommaruga gibt sich laut Mitteilung optimistisch, dass die Bahnangebote im grenzüberschreitenden Verkehr als Alternative zu  Kurzstreckenflügen ausgebaut werden.

Das Parlament hat am Mittwoch auch einen Benzinpreisaufschlag um bis zu 12 Rappen pro Liter beschlossen. ssp

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