Pandemie wirft Aussenhandel um drei Jahre zurück

28. Januar 2021 12:54

Bern - Der Schweizer Aussenhandel ist im vergangenen Jahr um 7,1 Prozent geschrumpft. 50 Prozent des Exportrückgangs haben Bijouterie und Uhren ausgemacht. Chemie-Pharma stemmte sich gegen den Abwärtstrend. Und der Aussenhandel mit China erreichte einen neuen Rekordstand.

Die Pandemie hat dem Aussenhandel im Jahr 2020 einen historischen Rückgang beschert. Das belegen nun auch die offiziellen Zahlen der Eidgenössischen Zollverwaltung. Demnach schrumpften die Exporte um 7,1 Prozent oder 40 Milliarden Franken auf 225,1 Milliarden Franken. Die Importe sanken um 11,2 Prozent auf 182,1 Milliarden Franken. In einer Medienmitteilung spricht die Behörde von „historischen Ausmassen“: „Die Entwicklung warf den Aussenhandel niveaumässig um drei Jahre zurück.“ 

Immerhin habe sich im dritten und vierten Quartal eine Teilerholung gezeigt. Da insgesamt die Importe noch stärker sanken als die Exporte, vergrösserte sich der Überschuss in der Handelsbilanz auf einen neuen Höchststand von 43,0 Milliarden Franken.

Einzig chemisch-pharmazeutische Produkte wiesen ein Plus von 1,6 Prozent oder 1,8 Milliarden Franken auf. Als Wachstumsträger erwiesen sich immunologische Produkte (+2,8 Milliarden Franken) und pharmazeutische Wirkstoffe (+1,1 Milliarden Franken).

Den stärksten Einbruch verzeichneten Bijouterie und Juwelierwaren sowie Uhren, deren Absatz um ein Drittel beziehungsweise ein Fünftel einbrach. Die Exporte von Maschinen und Elektronik sowie Metallen verringerten sich jeweils um 11 Prozent. Beide Sparten verbuchten bereits 2019 negative Ergebnisse.

In allen drei bedeutenden Wirtschaftsräumen setzte die Schweizer Exportindustrie weniger Güter ab, heisst es in der Mitteilung weiter. Dabei sank der Versand nach Asien mit -8,8 Prozent am stärksten. Gleichzeitig wuchs der Handel mit China, vor allem der Sektoren Chemie-Pharma und Uhren, auf einen Höchststand von 14,7 Milliarden Franken. mm

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