Pandemie verändert Konsumverhalten

06. Januar 2021 13:45

Zürich - Die Massnahmen zur Eindämmung der Pandemie haben sich unterschiedlich auf die verschiedenen Bereiche des Detailhandels ausgewirkt. Der Trend zum Homeoffice dürfte das Konsumverhalten aber auch langfristig beeinflussen, prognostiziert eine Studie der Credit Suisse.

Das durch die Coronavirus-Pandemie veränderte Mobilitätsverhalten der Konsumenten habe den „Detailhandel richtiggehend durchgerüttelt“, schreibt die Credit Suisse in einer Mitteilung zum Retail Outlook. Die jährliche Studie zu den Perspektiven des Schweizer Detailhandels wird von der Zürcher Grossbank in Zusammenarbeit mit dem Beratungsunternehmen Fuhrer & Hotz erstellt. Der aktuellen Ausgabe zufolge sind die Fussgängerfrequenzen während des Lockdowns um 60 bis 80 Prozent eingebrochen.

Dabei seien städtische Gebiete allgemein und besonders Quartiere mit hohem Büroanteil stärker getroffen worden als ländliche Gebiete, heisst es in der Mitteilung. Der Trend zum Homeoffice werde auch in Zukunft anhalten, schätzen die Studienautoren. Sie gehen für das laufende Jahr von einer um 5 bis 30 Prozent tieferen Passantenfrequenz als in den Zeiten vor der Pandemie aus.

Bereits während des Lockdowns hätten die stationären Detailhändler ihre Geschäftsmodelle auf die neuen Verhältnisse angepasst, wird in der Mitteilung weiter erläutert. Ihr zufolge haben die Detailhändler dabei insbesondere bei Service und Dienstleistungen angesetzt. Als Beispiele werden in der Mitteilung verstärkte Aktivitäten im Online-Handel sowie Möglichkeiten zur kontaktlosen Abholung von Waren und kontaktlose Bezahllösungen genannt.

Für das laufende Jahr gehen die Studienautoren von einem Rückgang des Handels mit Lebensmitteln um 6 Prozent gegenüber Vorjahr aus. Dem Non-Food-Bereich wird hingegen ein Wachstum von 2 Prozent im Jahresvergleich prognostiziert. hs

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