Pandemie treibt Börsenhandel an

06. Januar 2021 11:37

Zürich - Die Schweizer Börse SIX hat 2020 rekordhohe Werte bei Handelsumsatz und Transaktionen verzeichnet. Hintergrund ist die von der Coronavirus-Pandemie verursachte hohe Marktvolatilität. Der Schweizer Blue-Chip-Index knackte im vergangenen Jahr erstmals die Marke von 11'000 Punkten.

Einer Mitteilung der SIX Group zufolge hat die Schweizer Börsenbetreiberin 2020 einen rekordhohen Handelsumsatz von 1753,3 Milliarden Franken realisiert. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einem Wachstum um 18,7 Prozent. Die Handelsaktivitäten legten im selben Zeitraum um 55,3 Prozent auf 99'389'614 Transaktionen zu. Die Börsenbetreiberin führt den starken Anstieg von Umsatz und Transaktionen auf die hohe Marktvolatilität im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie zurück.

Die SIX Group habe den starken Anstieg der Handelsaktivitäten inmitten der Pandemie problemlos bewältigen können, wird in der Mitteilung weiter erläutert. „Trotz Homeoffice und Splitbetrieb haben wir rekordhohe Volumen ohne Kapazitäts- oder Systemprobleme abgewickelt“, wird SIX-CEO Jos Dijselhof dort zitiert. „Dies beweist, dass sich unsere Massnahmen und Investitionen der letzten Jahre zur kontinuierlichen Verbesserung der Systeme und Abläufe auszahlen.“

Der höchste Handelsumsatz wurde im Berichtsjahr mit 181,8 Milliarden Franken mit Titeln von Roche erwirtschaftet. Der Basler Pharmakonzern konnte mit 6'128'146 Transaktionen auch die meisten Handelsaktivitäten verbuchen. Im März wurde mit 293,3 Milliarden Franken der höchste Monatsumsatz in der Geschichte der Schweizer Börse realisiert.

Darüber hinaus konnte die SIX Group im vergangenen Jahr weitere Rekorde verbuchen. So habe der Schweizer Blue-Chip-Index (SMI) 2020 erstmals die Marke von 11'000 Punkten überschritten, informiert die Börsenbetreiberin. Beim Handel von Produkten mit Kryptowährung wurde im Berichtsjahr erstmals die Milliardengrenze überschritten. Konkret legte der Kryptohandel gegenüber 2019 um 114 Prozent auf einen Umsatz von 1,1 Milliarden Franken zu. hs

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