Pandemie treibt Arbeitslosenzahlen

08. Januar 2021 11:43

Bern - Die durchschnittliche Arbeitslosenzahl ist 2020 um über einen Drittel höher als im Vorjahr ausgefallen. Die Arbeitslosenquote betrug im Durchschnitt 3,1 Prozent. Die Kurzarbeit stieg im Zuge der Coronavirus-Pandemie zeitweise auf den historischen Rekordwert von 1,3 Millionen Betroffenen an.

Im vergangenen Jahr habe die Pandemie den Schweizer Arbeitsmarkt geprägt, schreibt das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) in einer Mitteilung. Ihr zufolge hatte die durchschnittliche Arbeitslosenzahl 2020 bei 145'720 Personen gelegen. Sie war damit um 36,3 Prozent höher ausgefallen als 2019.

Die entsprechende Arbeitslosenquote sei damit gegenüber 2019 um 0,8 Prozentpunkte auf durchschnittlich 3,1 Prozent gestiegen, erläutern die Analysten des SECO. Die Jugendarbeitslosenquote habe gleichzeitig im Mittel um 1,0 Prozentpunkte auf durchschnittlich 3,2 Prozent zugelegt. Bei den älteren Arbeitnehmern im Alter von 50 bis 64 Jahren war ein Anstieg um 0,7 Prozentpunkte auf durchschnittlich 2,9 Prozent festgestellt worden.

Ein noch höherer Anstieg sei vor allem durch „den massiven Einsatz von Kurzarbeitsentschädigung“ verhindert worden, schreiben die Analysten in der Mitteilung weiter. Die Zahl der Kurzarbeitenden war dabei im März von anfänglich 5045 auf rund 1,0 Millionen Betroffene emporgeschnellt. Im April sei die Zahl gar „auf einen historischen Höchstwert von rund 1,3 Millionen“ geklettert, erläutern die Analysten. Im November hatten Unternehmen für insgesamt 645'493 Mitarbeitende Kurzarbeiterentschädigung beantragt.

Die Mittel für die Kurzarbeiterentschädigung 2020 waren der Arbeitslosenversicherung vom Bund über eine ausserordentliche Zusatzfinanzierung erstattet worden. Konkret hatte der Bund hier 10,78 Milliarden Franken aufgewendet. Falls notwendig, könne eine weitere ausserordentliche Zusatzfinanzierung auch für dieses Jahr gesprochen werden, heisst es in der Mitteilung. hs

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