Pandemie senkt Stromverbauch

16. April 2021 12:57

Bern - Der Stromverbrauch der Schweiz ist 2020 um 2,6 Prozent unter das Niveau des Vorjahres gefallen. Der Rückgang wurde vor allem von den Massnahmen zur Bekämpfung der Pandemie verursacht. Weniger Heizgradtage als 2019 wirkten zusätzlich verbrauchssenkend.

Einer Mitteilung des Bundesamts für Energie (BFE) zufolge hat die Schweiz 2020 rund 59,9 Milliarden Kilowattstunden Strom verbraucht. Nach Abzug von Übertragungs- und Verteilverlusten verbleibt ein Stromverbrauch von 55,7 Milliarden Kilowattstunden. Ihnen standen im Berichtsjahr 65,5 Milliarden Kilowattstunden inländisch produzierter Strom gegenüber.

Beim Stromverbrauch haben die Analysten des BFE 2020 einen Rückgang von 2,6 Prozent im Jahresvergleich ausgemacht. Sie führen diesen vor allem auf die Auswirkungen des Lockdowns, insbesondere im Frühjahr 2020, zurück. Darüber hinaus waren im Berichtsjahr 4,4 Prozent weniger Heizgradtage angefallen als 2019. Verbrauchssenkend hätten sich zudem Effizienzsteigerungen ausgewirkt, heisst es in der Mitteilung. Ein Anstieg der Bevölkerung um 0,7 Prozent im Jahresvergleich habe dagegen leicht verbrauchssteigernd gewirkt.

Bei der inländischen Stromproduktion haben die Analysten des BFE 2020 einen Rückgang um 2,7 Prozent auf 69,9 Milliarden Kilowattstunden beobachtet. Nach Abzug des Verbrauchs der Speicherpumpen verblieb eine Nettostromproduktion von 65,5 Milliarden Kilowattstunden. Wasserkraftanlagen trugen dazu den Löwenanteil von 58,1 Prozent bei. Die Stromproduktion aus Kernkraft brachte es auf einen Anteil von 32,9 Prozent. Konventionell-thermische Anlagen und Anlagen mit erneuerbaren Energiequellen trugen im Berichtsjahr 9,0 Prozent zur gesamten Stromproduktion bei.

Im Berichtsjahr hat die Schweiz insgesamt 27,0 Milliarden Kilowattstunden exportiert. Bei gleichzeitig exportierten 32,6 Milliarden Kilowattstunden resultierte ein Exportüberschuss in Höhe von 5,6 Milliarden Kilowattstunden. Im Vorjahr war ein Exportüberschuss von 6,3 Milliarden Kilowattstunden realisiert worden. hs

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