Pandemie schwächt Aussenhandel

22. Juli 2020 11:27

Vaduz - Der Aussenhandel Liechtensteins hat im zweiten Quartal 2020 starke Einbussen erlitten. Dabei gingen die Exporte stärker zurück als die Importe. Deutschland bleibt trotz starker Einbussen in beiden Richtungen wichtigster Handelspartner.

Den Quartalsergebnissen des Amts für Statistik (AS) zufolge hat die Wirtschaft Liechtensteins im zweiten Quartal 2020 Waren im Gesamtwert von 538 Millionen Franken exportiert. Damit lagen die Ausfuhren des Landes um 37,1 Prozent unter dem Vorjahreswert. Die Importe Liechtensteins gingen im selben Zeitraum um 23,4 Prozent auf Waren im Wert von 350 Millionen Franken zurück.

Deutschland bleibt weiterhin wichtigster Handelspartner in beiden Richtungen des liechtensteinischen Aussenhandels. Im Berichtsquartal exportierte Liechtenstein Waren im Wert von 148 Millionen Franken nach Deutschland, das sind 25,0 Prozent weniger als im Vorjahresquartal. Die Importe aus Deutschland gingen im selben Zeitraum um 32,3 Prozent auf Waren im Wert von 117 Millionen Franken zurück. Die Exporte in die an zweiter Stelle rangierenden USA blieben im Berichtsquartal mit Waren im Wert von 75 Millionen Franken um 41,3 Prozent hinter dem Vorjahreswert zurück. Die Importe aus den USA legten jedoch im selben Zeitraum um 15,4 Prozent auf Waren im Wert von 24 Millionen Franken zu. Aus dem bei den Importen zweitwichtigsten Handelspartnerland Österreich bezog Liechtenstein im zweiten Quartal 2020 Waren im Wert von 83 Millionen Franken, das sind 25,8 Prozent weniger als im Jahresvergleich. Die Exporte nach Österreich gingen um 22,2 Prozent auf Waren im Wert von 63 Millionen Franken zurück.

Die Aussenhandelsbeziehungen mit der Schweiz sind in der aktuellen Aussenhandelsstatistik nicht eingeschlossen. Sie werden in den Erhebungen des Amts für Statistik generell nicht berücksichtigt, da der Warenhandel mit der Schweiz an den Schweizer Grenzstellen erfasst wird. hs

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