Pandemie hält Arbeitsmarkt weiter im Griff

03. August 2020 14:32

Zürich - Der von der Konjunkturforschungsstelle KOF ermittelte Beschäftigungsindikator hat sich im dritten Quartal 2020 nur leicht von seinem Einbruch im Vorquartal erholt. Er verbleibt jedoch klar im negativen Bereich. Insbesondere Industrie und Gastgewerbe planen weiteren Stellenabbau.

Nach seinem „historischen Einbruch“ im zweiten Quartal habe sich der KOF Beschäftigungsindikator im dritten Quartal wieder etwas erholt, schreibt die Konjunkturforschungsstelle (KOF) der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) in einer Mitteilung. Auch nach der Aufhebung des Lockdowns verharre der Indikator mit einem Wert von -12,9 Punkten jedoch „klar im negativen Bereich“, erläutern die Analysten der KOF. Sie rechnen daher mit einem weiteren Stellenabbau in den nächsten Monaten.

Für die Berechnung des Indikators haben die Analysten rund 4500 Unternehmen zu ihren Beschäftigungsplänen befragt. Den Ergebnissen zufolge gibt es derzeit deutlich mehr Unternehmen, die einen Stellenabbau planen, als Unternehmen, die neue Mitarbeiter einstellen wollen. Die Umfrageresultate legten nahe, „dass sich die Coronakrise auch in den nächsten Monaten deutlich negativ auf den Arbeitsmarkt auswirken wird“, schreiben die Analysten.

Dabei verlaufen die Entwicklungen in den einzelnen Branchen unterschiedlich. Einige Branchen wie Baugewerbe und Detailhandel hätten kurz nach Aufhebung des Lockdowns eine Verbesserung ihrer Geschäftslage gespürt, heisst es in der Mitteilung. Im Industriesektor und im Gastgewerbe hätten sich die Beschäftigungsaussichten hingegen noch nicht wieder verbessert. hs

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