Pandemie bremst Wirtschaft erneut aus

22. Dezember 2020 14:34

Zürich - Die Wirtschaftsleistung im Euroraum wird im letzten Jahresquartal um 2,7 Prozent geringer als im Vorquartal ausfallen. Dies nehmen die Konjunkturforschungsstelle KOF und weitere Forschungsinstitute an. Ende September waren sie noch von einem Wachstum von 2,2 Prozent ausgegangen.

Die zweite Welle der Pandemie lässt die Wirtschaftsleistung des Euroraums erneut sinken. Im dritten Quartal habe des Bruttoinlandprodukt des Euroraums noch um starke 12,5 Prozent gegenüber dem Vorquartal zugelegt, informiert die Konjunkturforschungsstelle (KOF) der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich in einer Mitteilung. Für das vierte Quartal 2020 sagen KOF und andere Forschungsinstitute nun ein erneutes Schrumpfen des BIP im Euroraum um 2,7 Prozent voraus. Im September waren die Konjunkturexperten noch von einem Wirtschaftswachstum von 2,2 Prozent im letzten Quartal 2020 ausgegangen.

Mit einem erneuten Rückgang von 2,7 Prozent im letzten Quartal bliebe die Wirtschaftsleistung im Euroraum 2020 insgesamt um 7,3 Prozent hinter dem Vorjahreswert zurück, erläutern die Analysten der KOF in der Mitteilung weiter. Für das erste Quartal des kommenden Jahres korrigierten die Forschungsinstitute ihre Erwartungen zudem von ursprünglich 1,5 auf nur noch 0,7 Prozent Wirtschaftswachstum, schreibt die KOF. Im zweiten Quartal sollte das BIP des Euroraums dann um 3,0 Prozent steigen.

Die Auswirkungen von steigenden Ansteckungszahlen einerseits und dem Beginn der Impfungen andererseits auf die wirtschaftliche Entwicklung werden als Unsicherheitsfaktoren für den Ausblick benannt. Den Analysten zufolge könnte zudem ein harter Brexit zu einer erneuten Unterbrechung von Lieferketten führen. hs

 

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