Ölheizungen sollen Gnadenfrist erhalten

27. November 2019 10:20

Bern - Die Kantone erhalten drei Jahre mehr Zeit, CO2-Grenzwerte beim Einbau neuer Heizungen zu erlassen. Darauf hat sich die Umweltkommission des Nationalrats geeinigt. Voraussetzung ist, dass sie die Mustervorschriften der Kantone im Energiebereich in Kraft gesetzt haben.

Die nationalrätliche Umweltkommission kommt den Kantonen beim Erlass von CO2-Grenzwerten entgegen. Wie sie in einer Mitteilung schreibt, sollen bei Heizungserneuerungen in Altbauten die neuen Grenzwerte von 20 Kilogramm CO2 pro Quadratmeter erst ab 2026 statt ab 2023 gelten. Voraussetzung ist aber, dass der jeweilige Kanton die Mustervorschriften der Kantone im Energiebereich (MuKEn 2014) in sein Energiegesetz übernommen hat. Ab 2028 sinkt der Grenzwert dann auf 15 Kilogramm. 

Der Ständerat hatte im September beschlossen, den Grenzwert auf das Jahr 2023 einzuführen. Damit soll der CO2-Ausstoss im Gebäudebereich bereits bis 2030 massgeblich gesenkt werden. Faktisch werden namentlich Ölheizungen vom Markt gedrängt. Die Einführung des Grenzwertes ist Teil der Totalrevision des CO2-Gesetzes. stk

Aktuelles im Firmenwiki