NextGenerations-Mitglieder diskutieren über Kreislaufwirtschaft

09. September 2022 15:52

Nidau BE - Kreislaufwirtschaft braucht Netzwerke und die Zusammenarbeit vieler Akteure, so der Tenor des 5. Symposiums des Vereins NextGenerations. Dazu braucht es auch ein Umdenken in den Unternehmen.

Kreislaufwirtschaft ist ein Trendthema. Viele der Mitglieder von NextGenerations gehören dabei zu den Pionieren. Das wurde auch wieder am 5. Symposium des Vereins am 8. September in Nidau deutlich. 

Daniel Aeschbacher von EPEA Switzerland konnte darauf verweisen, dass das Konzept Cradle to Cradle – von der Wiege bis zur Wiege – schon drei Jahrzehnte alt ist. Das von ihm vertretene Unternehmen hilft Firmen weltweit, kreislauffähige Innovationen auf den Weg zu bringen. Auch die EU-Kommission beziehe die Empfehlungen des Unternehmens in ihre Politik ein, so Aeschbacher.

Renato Vögeli wiederum konnte darauf verweisen, dass die Vögeli AG in Lagnau i. E. schon seit Jahren auf Cradle to Cradle umgestellt habe, als eine der ersten Druckereien weltweit. 

Manuel Schweizer wiederum, aus dem deutschen Krefeld zugeschaltet, erläuterte das Konzept seines Berner Start-ups OceanSafe. Dieses hat nicht nur eine Technologie entwickelt, mit der synthetische Garne und Fasern biologisch abbaubar werden können. Sondern es entwickelt nun auch einen Baukasten aus 3000 kreislauffähigen Teilen, mit denen auch grosse Textilunternehmen kreislauffähige Produkte entwickeln können. Schweizer verwies auch darauf, dass Kreislauffähigkeit ein Umdenken in den Firmen brauche, von der Logistik bis zur Kommunikation.

Dieses Umdenken muss über die Firmengrenzen hinausreichen. „Für Kreislaufwirtschaft braucht es Netzwerke“, sagte Karin Lanz. Die Gründerin der Lanz Natur AG hat selbst bereits mehrere Produkte lanciert. Nun will sie mit ihrer Marke Lanur kreislauffähige Hautcrème auf den Markt bringen. Auch die Dosen und die Verpackung – bedruckt bei Vögeli – sind kreislauffähig.

Das Umdenken muss auch die Konsumentinnen und Konsumenten erreichen. Auch deshalb lanciert Maximilian Souchay, Gründer und CEO des Live Lab, das Shape Festival: Vom 9. bis zum 11. März 2023 sollen im Kongresshaus Zürich Fachleute und junge Leute zusammenbringen, zur gemeinsamen Arbeit an Projekten und zum gemeinsamen Feiern. „Unser Ziel ist es, Nachhaltigkeit zum Mainstream zu machen“, sagte Souchay. Nun werden Partner für die Organisation und die Finanzierung des Festivals gesucht. stk

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