Neuwagen verfehlen Emissionsziele

02. Juli 2020 11:32

Bern - Die Schweiz hat ihren seit 2015 geltenden Zielwert für Neuwagen von 130 Gramm CO2 pro Kilometer 2019 erneut überschritten. Zudem stieg der Wert auch im Jahresvergleich an. Verantwortlich dafür ist laut Bundesamt für Energie vor allem die weiter steigende Zahl von Allradfahrzeugen.

Einer Mitteilung des Bundesamts für Energie (BFE) zufolge haben der Treibstoffverbrauch und die CO2-Emissionen von 2019 zugelassenen Neuwagen im Personenverkehr im Jahresvergleich weiter zugenommen. 2019 wurde ein durchschnittlicher Benzinverbrauch von 6,18 Liter Benzinäquivalent (LBÄ) auf 100 Kilometer gemessen. 2018 hatte der Durchschnittsverbrauch bei 6,08 LBÄ gelegen. Die durchschnittlichen CO2-Emissionen stiegen gleichzeitig von 137,8 auf 138,1 Gramm CO2 pro Kilometer an.

Als Grund für die Zunahme von Verbrauch und Emissionen geben die Experten des BFE vor allem den weiterhin steigenden Anteil von Allradfahrzeugen unter den Neuzulassungen sowie ein im Jahresvergleich leicht höheres durchschnittliches Leergewicht der Neuwagen an. Die Tatsache, dass die Zunahme der CO2-Emissionen geringer ausfiel als die Zunahme des Benzinverbrauchs, erklären die Analysten mit einem höheren Anteil von Elektrofahrzeugen unter den Neuzulassungen. Konkret konnte deren Anteil an den insgesamt 314'000 Neuzulassungen von Personenwagen innert Jahresfrist von 3,2 auf 5,6 Prozent erhöht werden.

Dennoch überschreitet die Schweiz mit den Emissionswerten bereits zum vierten Mal in Folge ihr 2015 gestecktes Ziel eines durchschnittlichen CO2-Ausstosses von 130 Gramm pro Kilometer, informiert das BFE in der Mitteilung weiter. Auch bei den Lieferwagen und Sattelschleppern wurde der seit diesem Jahr geltende Zielwert von 147 Gramm CO2 pro Kilometer nicht erreicht. Im Schnitt lagen die CO2-Emissionen dieser Fahrzeuge 2019 bei 181,5 Gramm  CO2 pro Kilometer. Im Vorjahr hatte der entsprechende Wert 183,3 Gramm CO2 pro Kilometer betragen. hs

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