Neue Heizungen sollen effizienter sein

04. September 2019 11:20

Bern - Der CO2-Ausstoss von Altbauten soll reduziert werden. Ab 2023 dürfen neu installierte Heizungen in Altbauten nicht mehr als 20 Kilogramm CO2 pro Quadratmeter ausstossen. Das schlägt die Umweltkommission des Ständerats im Rahmen der Totalrevision des CO2-Gesetzes vor.

Die Vorlage zur Totalrevision des CO2-Gesetzes ist zur Diskussion im Ständerat bereit. Wie die Umweltkommission der kleinen Kammer in einer Mitteilung schreibt, hat sie die Vorlage mit elf Stimmen ohne Gegenstimme und mit einer Enthaltung angenommen. Aus der Sicht der Kommission enthält sie „ein griffiges Massnahmenpaket, um das Netto-null-Ziel bis 2050 zu erreichen“.

Die Vorlage sieht unter anderem vor, bereits 2023 einen Grenzwert für den CO2-Ausstoss von Altbauten einzuführen. Ab dann dürfen Heizungen, die neu in Altbauten installiert werden, höchstens noch 20 Kilogramm CO2 pro Quadratmeter Energiebezugsfläche ausstossen. Der Grenzwert soll alle fünf Jahre gesenkt werden, um den CO2-Ausstoss im Gebäudebereich bis 2050 um 80 Prozent zu senken. 

Diesem Vorschlag eines Grenzwertes bereits 2023 hatte eine knappe Mehrheit von sieben zu sechs Stimmen zugestimmt. Eine Minderheit hatte gefordert, den Grenzwert erst 2028 einzuführen, wenn der CO2-Ausstoss nicht bis dahin auch ohne solche Vorschriften gesunken ist. 

Sanierungen von Altbauten sollen künftig erleichtert werden. Die Kommission will deshalb den Bundesrat beauftragen, die energetische Sanierung von Gebäuden in der Bauzone regulatorisch zu erleichtern, namentlich im Zusammenhang mit dem Heimat- und Ortsbildschutz.

Der Bund soll zudem künftig mehr an Massnahmen im Gebäudebereich zahlen. Sein Anteil soll beim Ergänzungsbeitrag das Dreifache dessen betragen, was der jeweilige Kanton zahlt. stk

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