Neue Erkenntnisse könnten Krebstherapie verbessern

23. Juni 2022 13:48

Zürich/Basel - Brustkrebstumore bilden in der Nacht mehr Ableger als tagsüber. Dies zeigt eine Studie von Forschenden in Zürich und Basel. Nun wollen sie herausfinden, wie die Erkenntnisse in bestehende Krebsbehandlungen integriert werden können.

Brustkrebstumore geben in der Nacht mehr zirkulierende Metastasen bildende Zellen in die Blutbahn ab als tagsüber, wie eine neue Studie zeigt. Durchgeführt wurde sie von Forschenden der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH), des Universitätsspitals Basel und der Universität Basel. Sie haben Daten von 30 Krebspatientinnen sowie Mausmodellen gesammelt.

Nun will die Forschergruppe untersuchen, wie diese Erkenntnisse bestehende Krebstherapien optimieren könnten, wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht. Eine Frage ist dabei, ob die Behandlungen wirksamer sind, wenn sie zu bestimmten Uhrzeiten durchgeführt werden. Parallel wollen die Forschenden herausfinden, ob sich andere Krebsarten ähnlich verhalten wie Brustkrebstumore.  

„Aus unserer Sicht könnte es sinnvoll sein, dass das Gesundheitspersonal systematisch erfasst, wann es Biopsien durchgeführt hat“, wird Studienleiter Nicola Aceto, Professor für Molekulare Onkologie an der ETH, zitiert. „Das würde dazu beitragen, dass die Daten wirklich vergleichbar sind.“ ssp

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