Nationalräte wollen Erneuerbare weiter fördern

24. Februar 2021 11:44

Bern - Die Umweltkommission des Nationalrats will erneuerbare Energien auch über das Auslaufen der Einspeisevergütung hinaus fördern. Zudem soll die Marktprämie für Grosswasseranlagen verlängert werden. Für Biomasseanlagen ist eine Zuzahlung zu den Betriebskosten vorgesehen.

Die Kommission für Umwelt, Raumplanung und Energie des Nationalrats (UREK-N) will alle erneuerbaren Energien auch nach Auslaufen der Einspeisevergütung weiter fördern. Über die Eckpunkte ihrer Vorlage zu einer entsprechenden parlamentarischen Initiative informiert die UREK-N in einer Medienmitteilung

Demnach soll der Ausbau erneuerbarer Energien aus Biogas, Kleinwasserkraft, Wind, Geothermie und grossen Photovoltaikanlagen insbesondere über Investitionsbeiträge von bis zu 60 Prozent erfolgen. Dabei sehe die Kommission das grösste Potenzial bei den Photovoltaikanlagen ohne Eigenverbrauch, die heute nur mit 30 Prozent der Investitionskosten gefördert werden. Dies reiche für den Ausbau nicht aus. Zudem solle die Höhe der Einmalvergütung durch Auktionen bestimmt werden können.

Neue Wasserkraftanlagen erhalten ab einer Leistung von 1 Megawatt einen Investitionsbeitrag von höchstens 60 Prozent. Diesen Zuschuss soll es auch für „erhebliche Erweiterungen“ von Anlagen ab 300 Kilowatt geben. Für Erneuerungen ist eine Deckelung von 40 Prozent vorgesehen. In den Erlassentwurf aufgenommen wurde auch eine Verlängerung der Marktprämie für die Grosswasserkraft bis 2031.

Zudem einigte sich die Kommission auf einen Betriebskostenbeitrag für bestehende und neue Biomasseanlagen. In diesem Zusammenhang fordert sie den Bundesrat dazu auf, Holz- und Biogasanlagen nicht nur hinsichtlich der Stromerzeugung zu fördern. Stattdessen sollten auch die Wärmeerzeugung und die Herstellung erneuerbarer Treibstoffe förderwürdig sein. mm

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