Nationalbank verbucht Milliardenverlust

29. Juli 2022 13:50

Zürich - Die Schweizerische Nationalbank hat das erste Halbjahr 2022 mit einem Verlust von 95,2 Milliarden Franken abgeschlossen. Er resultiert aus der Bewertung von Fremdwährungspositionen. Rückschlüsse auf das Jahresergebnis sind jedoch nur bedingt möglich.

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat das erste Semester 2022 mit einen Verlust in Höhe von 95,2 Milliarden Franken abgeschlossen, informiert die SNB in einer Mitteilung. Hintergrund ist ein Verlust auf Fremdwährungspositionen in Höhe von 97,4 Milliarden Franken. Ihm standen ein Bewertungsgewinn auf den mengenmässig unveränderten Goldbestand von 2,4 Milliarden Franken und 351,1 Millionen Franken Gewinn auf Frankenpositionen gegenüber. 

Der Gewinn auf den Frankenpositionen sei im Wesentlichen über die von der SNB erhobenen Negativzinsen auf Girokontoguthaben generiert worden, erläutert die Nationalbank. Der Verlust auf den Fremdwährungspositionen setzt sich aus Kursverlusten von 48,7 Milliarden Franken auf Zinspapiere und -instrumente und 44,0 Milliarden Franken auf Beteiligungspapiere und -instrumente sowie wechselkursbedingten Verlusten von 10,3 Milliarden Franken zusammen. Mit Zinsen und Dividenden wurden dagegen Erträge von 3,3 Milliarden beziehungsweise 2,3 Milliarden Franken generiert. 

Da das Ergebnis der SNB hauptsächlich von den Bewegungen auf den Devisen- und Kapitalmärkten und der Entwicklung des Goldpreises abhänge, seien hohe Schwankungen nicht ungewöhnlich, erläutert die SNB in der Mitteilung weiter. Das Halbjahresergebnis lasse daher auch nur bedingt Rückschlüsse auf das Jahresergebnis zu. hs

swiss export news 10.08.2022

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