Geht es nach dem Willen der Grenzkantone und des Landes Baden-Württemberg, dann sollen sich Grenzschliessungen wie im Frühjahr nicht wiederholen. Bild: Yvonne von Hunnius

Nachbarn am Rhein wollen keine Grenzschliessungen

20. November 2020 16:00

Stuttgart - Die sieben Kantone an der Grenze zu Deutschland und das Land Baden-Württemberg sprechen sich dafür aus, den Grenzverkehr auch in der zweiten Corona-Welle offenzuhalten. Sie wollen auch bei Zukunftstechnologien wie der Digitalisierung zusammenarbeiten.

Regierungsräte aus allen sieben Kantonen an der Grenze zu Deutschland haben am Freitag virtuell das Land Baden-Württemberg besucht. Dabei wurden sie in einem Konferenzgespräch von Ministerpräsident Winfried Kretschmann empfangen. In einer gemeinsamen Erklärung sprechen sie sich unter anderem dafür aus, den Grenzverkehr in der zweiten Corona-Welle offenzuhalten. Es sei sehr wichtig, „dass die grenzüberschreitende Mobilität in ihrem regulären Betrieb aufrecht erhalten bleibt“, wird etwa der Baselbieter Regierungsrat Isaac Reber in einer Mitteilung seines Kantons zitiert.

Die Grenzkantone und das Bundesland wollen auch die Zusammenarbeit im Umgang mit der Pandemie stärken und „ein koordiniertes und zielgerichtetes Vorgehen in der Grenzregion“ fördern, heisst es in der Erklärung. Die Zusammenarbeit im Gesundheitswesen und in der Gesundheitswirtschaft soll auch über die Krise hinaus verstärkt werden.

Die Nachbarn am Rhein sehen in Zukunftstechnologien namentlich rund um die Digitalisierung einen Schlüssel zur wirtschaftlichen Erholung nach der Pandemie. Dabei arbeite das Cyber Valley Tübingen Stuttgart bereits mit der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich zusammen. Die Grenzkantone und Baden-Württemberg setzen sich zudem „für eine verstärkte Zusammenarbeit im Bereich der Künstlichen Intelligenz“ ein. stk

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