Myoswiss gewinnt EU-Preis für soziale Innovation

30. September 2019 09:36

Zürich - Die Zürcher Myoswiss hat beim Horizont-Preis für soziale Innovation den zweiten Platz belegt. Dieser Preis ist mit 250.000 Euro dotiert.

Das Zürcher Start-up Myoswiss hat beim Horizont 2020-Wettbewerb der Europäischen Union 250.000 Euro Preisgeld erhalten. Wie startupticker.ch mitteilt, belegte Myoswiss mit seiner Roboterhose Myosuit den zweiten Platz. Die diesjährigen Preise für soziale Innovation wurden im Rahmen der Brüsseler Forschungs- und Innovationstage verliehen. Der Myosuit ermöglicht Menschen das Gehen, die sonst an den Rollstuhl gefesselt wären. Dadurch werden die Muskelfunktionen erhalten oder sogar verbessert. Zu den Nutzern gehören Patienten mit Erkrankungen wie Muskeldystrophie oder Multipler Sklerose. Zudem unterstützt er Personen, die sich von Verletzungen oder Schlaganfällen erholen oder altersbedingt an Muskelschwäche leiden. 

Der Myosuit ist ein leichtes, multifunktionelles Trainingsgerät. Es funktioniert wie eine extra Muskelschicht und liefert Menschen mit eingeschränkter Muskelkraft Unterstützung und Stabilität in Hüfte, Knien und Fussknöcheln. Das Produktpaket besteht aus einem Rucksack mit Motor, der über Kabel mit mechanischen Halterungen an Hüfte und Knie verbunden ist. Es verwendet intelligente Algorithmen und Sensortechnologie. Der Myosuit bietet Kraftunterstützung nur dort, wo es nötig ist, ähnlich wie bei einem E-Bike.

Der Horizont-Preis für soziale Innovation wird von der Europäischen Union verliehen. In diesem Jahr sollten insbesondere Lösungen gefördert werden, die auf die Verbesserung der Mobilität älterer Menschen ausgerichtet sind. Myoswiss hat seit seiner Gründung 2017 bereits mehrere Preise erhalten. mm

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