Mobility verzichtet auf Elektroroller

29. Oktober 2019 15:36

Rotkreuz ZG - Mobility stellt sein Pilotprojekt mit Elektroscootern in Zürich auf den 4. November ein. Die Zahl der Nutzer hat stagniert, während die Kosten für die Technologie hoch waren.

Mobility beendet seinen Ausflug in die Welt der Zweiräder vorerst. Die Genossenschaft, die mit dem Teilen von Autos gross geworden ist, stellt ihr Pilotprojekt mit Elektrorollern in Zürich auf den 4. November ein, wie sie in einer Mitteilung schreibt. Im Rahmen dieses Projekts konnten 200 rote Elektroroller in Zürich per App geortet, gebucht und wieder abgestellt werden. Zwar hätten die Nutzer die Vorteile des Systems verstanden und die Roller sich gut in den Stadtverkehr integriert. 

Aber die Zahl der Nutzer habe nach anderthalb Jahren bei 7500 stagniert. Insbesondere habe zu Buche geschlagen, dass eine Autoprüfung nicht auch automatisch zum Fahren von Rollern berechtige. „Diesen Effekt haben wir sicherlich unterschätzt“, wird Geschäftsführer Roland Lötscher in der Mitteilung zitiert. 

Zudem sei die Konkurrenz in einer Stadt wie Zürich gross. Die Stadt habe zudem neue Abgaben erhoben. Auch seien die Kosten für die Technologie hoch gewesen. „In Zukunft hätte es weitere grosse Investitionen benötigt, sodass ein rentabler Betrieb in weite Ferne gerückt wäre“, so Lötscher. Falls sich aber die Gelegenheit biete, einen anderen Zweiradservice nachhaltig anzubieten, werde Mobility sie nutzen. stk

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