Mobility testet Chancen des bidirektionalen Ladens

19. Januar 2022 10:17

Rotkreuz ZG - Der Mobilitätsanbieter Mobility will im Verbund mit weiteren Unternehmen und Institutionen neue Erkenntnisse zur Stromnetzstabilität sammeln. Im Rahmen des gemeinsamen Projekts V2X Suisse wird insbesondere das Potenzial von bidirektional ladenden Fahrzeugen ausgelotet. Sie können bei Nichtnutzung Energie ins Stromnetz abgeben.

Sieben Unternehmen und Organisationen tun sich laut einer Medienmitteilung auf Initiative von Mobility für das Projekt V2X Suisse zusammen. Untersucht werden Auswirkungen des Einsatzes von bidirektional ladenden Elektrofahrzeugen auf die Stromnetzstabilität. Den Auftakt machen gemäss der Mitteilung 50 Serien-Elektrofahrzeuge, die den Energieaustausch in beide Richtungen beherrschen. Sie sollen ab September 2022 an 40 Mobility-Standorten neue Resultate über die elektrische Fortbewegungsart liefern.  

Hintergrund ist die steigende Zunahme von E-Fahrzeugen. Der Mobilitätsalltag wird elektrischer, was neue Anforderungen an die Stromversorgung mit sich bringt. Eine sichere Stromversorgung ist auch die Basis für die geplante Elektrifizierung der gesamten Mobility-Flotte. Bis spätestens 2030 will der Mobilitätsanbieter alle 3000 Fahrzeuge elektrisch fahren lassen, heisst es. Bis jetzt mangele es an Praxiswissen bezüglich der Stromnetzstabilität, meldet Mobility. Der Test soll zeigen, inwieweit die Stabilität des Stromnetzes von der Ladetechnologie in beide Richtungen profitieren kann. Zudem werden Einsparpotenziale für Standorte mit Photovoltaikanlagen und das betriebswirtschaftliche Potenzial der  Fahrzeuge geprüft. 

Beteiligt sind neben dem Initiator Mobility der Automobilhersteller Honda R&D Europe und Honda Motor Europe, das Schweizer Start-up Sun2wheel, der in Kriens LU ansässige Ladestationenentwickler Evtec, der Zürcher Dienstleister tiko Energy sowie die Forschungsgesellschaft Novatlantis in Kooperation mit der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH). Unterstützt wird das Projekt vom Pilot- und Demonstrationsprogramm des Bundesamts für Energie (BFE). hg

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