Medacta steigert Halbjahresumsatz um 35,4 Prozent

20. Juli 2021 13:26

Castel San Pietro TI - Die Tessiner Medizintechnikfirma Medacta Group SA zieht eine positive Bilanz des ersten Halbjahrs 2021. Der Umsatz in den ersten sechs Monaten stieg um 35,4 Prozent. Das Umsatzziel für 2021 wurde entsprechend angehoben.

Die Medacta Group SA hat den vorläufigen, ungeprüften Umsatz für das erste Halbjahr 2021 bekanntgegeben. Der Umsatz in den ersten sechs Monaten stieg laut Medienmitteilung um 35,4 Prozent auf 177,5 Millionen Euro. Das Umsatzziel für 2021 wurde auf 355 bis 375 Millionen Euro angehoben. Es war zuvor mit 333 bis 348 Millionen Euro angegeben worden.

Als Grund für die positive Entwicklung führt das Unternehmen die starke Kundenakquise an, zusammen mit der fortschreitenden Normalisierung der chirurgischen Aktivitäten nach den Einbrüchen durch Corona. Diese seien auf die zunehmenden Impfungen zurückzuführen. Die Umsatzentwicklung im ersten Halbjahr 2021 sei deshalb stärker als erwartet gewesen. Medacta erwartet, dass sich das Wachstum im zweiten Halbjahr normalisiert.

Francesco Siccardi, CEO von Medacta, wird zitiert, die gute Umsatzentwicklung sei „nicht nur durch die Operationsvolumina, sondern auch durch die Umsetzung unserer Wachstumsstrategie“ erzielt worden. Medacta habe „trotz der herausfordernden Bedingungen im Jahr 2020“ neue Produkte lanciert und Vertriebsmitarbeiter eingestellt. Die Innovationstätigkeit sei mit mehr als 50 registrierten neuen Produkten fortgesetzt worden. Die CE-Kennzeichnung sei für Knie-, Schulter- und Wirbelsäulenanwendungen der NextAR (Augmented Reality)-Chirurgieplattform erteilt worden.

Die Umsätze seien in allen Geschäftsbereichen und allen Absatzbereichen weltweit gestiegen, heisst es in der Medienmitteilung. Bei den Hüftprodukten stieg der Umsatz auf 88,4 Millionen Euro, bei den Knieangeboten auf 63,4 Millionen Euro und beim Wirbelsäulenangebot um 39,5 Prozent auf 16,6 Millionen Euro.

Der Umsatz in Europa habe ein Wachstum von 29,4 Prozent auf 76,2 Millionen Euro gebracht. Frankreich, Italien und Belgien, die Länder, die im ersten Halbjahr 2020 am stärksten von COVID-19 betroffen waren, verzeichneten das stärkste Wachstum, gefolgt von Deutschland, Österreich und Schweiz. Der Umsatz in Nordamerika stieg um 44,3 Prozent auf 52,5 Millionen Euro. Dort sei die Kundenakquise durch Ausweitung des Aussendienstes forciert worden. Ausserdem sei in den USA mehr operiert worden. Im asiatisch-pazifischen Raum lag die Steigerung bei 33,6 Prozent auf 43 Millionen Euro. gba 

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