ETH Pioneer Fellow Lukas Böni will mit pflanzlichem Poulet aus Erbsenprotein den unnachhaltig hohen Fleischkonsum senken. Bild: Planted / ETH Zürich

Luzerner Start-ups gehen das Klimaproblem an

04. Oktober 2019 11:35

Root LU - Fast ein Drittel der 35 Jungunternehmen im Technopark Luzern entwickelt innovative Produkte, die dem Klimawandel etwas entgegensetzen. Die Rettung des Klimas war auch Thema der aktuellen Gesprächsrunde Talk Plus des Technoparks.

Der weltweite Klimawandel sei „in aller Munde, der Druck nach Veränderung gross“, schreibt Stephan Santschi in einem Beitrag in der „Luzerner Zeitung“. Besser noch als Forderungen seien dabei „innovative Lösungen“, wird Hansruedi Lingg, CEO des Technoparks Luzern, dort zitiert. Die aktuelle Ausgabe der jährlich vom Technopark veranstalteten Gesprächsrunde Talk Plus hatte unter dem Motto Das Klima retten – von der Idee zum Erfolg gestanden. Für Lingg bilden die im Technopark angesiedelten Jungunternehmen dabei Vorbilder, die sich an die Klimaprobleme wagen.

Bei einem Besuch im Technopark Luzern hat Santschi unter den 35 hier angesiedelten Jungunternehmen gleich zehn Start-ups ausgemacht, die sich der Klimathematik widmen. TwentyGreen beispielsweise hat ein Zusatzfutter für Fische entwickelt, mit dem der Einsatz von Antibiotika in Fischzuchten minimiert werden kann. Der schrittweise Verzicht auf Fischmehl führt zudem zu weniger CO2-Ausstoss und weniger Abfall. Die Novaris AG wiederum hat der Verschwendung von Lebensmitteln den Kampf angesagt. Ihre Vakuumschublade Soneva bewahrt Lebensmittel umweltschonend und vor Licht, Schimmel und Feuchtigkeit geschützt auf.

Auch das derzeit noch an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) beheimatete Jungunternehmen Planted Foods spiele mit dem Gedanken, in den Technopark Luzern umzuziehen, schreibt Santschi im Bericht. Planted Foods hat einen dem Original in Geschmack und Konsistenz sehr nahe kommenden Ersatz für Hähnchenfleisch aus Erbsen entwickelt. Seine Produktion verbraucht weniger Wasser, Land und Energie und setzt weniger Treibhausgase frei, als in der Tierhaltung benötigt wird. hs

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