London könnte 30 Prozent CO2 bei Lebensmitteln einsparen

16. November 2021 14:41

London - Der Grossraum London könnte seine durch Lebensmittel verursachten Emissionen um fast ein Drittel reduzieren. Zu diesem Schluss kommt eine Studie, die die Materialflüsse und Abgase in den Lieferketten von Nahrungsmitteln und Getränken in London dokumentiert.

Die Stadt London könnte 31 Prozent ihres CO2-Ausstosses, den Lebensmittel verursachen, sparen. Einer Studie zufolge müsste dafür jeder Einwohner auf 70 Prozent seines Fleischkonsums verzichten. Ausserdem müsste die Stadt ihre Lebensmittelverschwendung sowie damit einhergehenden Abfall um die Hälfte verringern, heisst es in einer Medienmitteilung.

Die Verringerung von Fleischverzehr könnte die Treibhausgase um 20 Prozent pro Jahr senken. Die Einsparung von weggeworfenen Lebensmitteln und Resten könnte in Kombination mit der Wiederverwertung von Abfall die Emissionen um 10,9 Prozent pro Jahr reduzieren.

Um das herauszufinden, haben die Studienmacher von ReLondon und Circle Economy verschiedene Szenarien entlang der Liefer- und Versorgungsketten von Lebensmitteln und Getränken in ganz London entwickelt. Mit Hilfe der Abbildung der Materialströme konnten sie auch Emissionsherde ausmachen.

„Der Circle Carbon Scan zeigt den Zusammenhang zwischen den Mengen an Lebensmitteln, die durch den Grossraum London fliessen, und den damit verbundenen verbrauchsabhängigen Emissionen“, heisst es in der Medienmitteilung.

Die Stadt London möchte bis 2030 CO2-neutral werden und bis 2050 keinen Müll mehr verursachen. Dafür haben der Bürgermeister der britischen Metropole und die Bezirke die Partnerschaft ReLondon gegründet. Zusammen mit der Organisation Circle Economy haben sie die Studie über Emissionsherde im Nahrungsmittelbereich vorgelegt. ko

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