Schweizer Game-Branche kann punkten

15. Oktober 2019 12:00

Zürich - Innert zehn Jahren hat sich die Zahl der im Bereich digitale Spiele aktiven Unternehmen in der Schweiz verfünffacht. Dies stellt die Swiss Game Developers Association (SGDA) in einer Studie fest. Der Branchenverband fordert mehr Unterstützung von der Politik.

Die Schweiz befinde sich in einer ausgezeichneten Position, um der Schweizer Game-Industrie beim Durchstarten zu helfen, schreibt die SGDA in einer Mitteilung. Der Branchenverband stützt sich dabei auf eine Branchenanalyse, die in Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) erarbeitet wurde.

Den Studienergebnissen zufolge hat sich die Zahl der in der Game-Branche aktiven Unternehmen zwischen 2010 und 2019 auf rund 130 Unternehmen verfünffacht. Ihre 592 Arbeitsplätze generierten im Schnitt 270.000 Franken pro Stelle, heisst es in der Mitteilung. Im vergangenen Jahr habe die Game-Industrie rund 150 Millionen Franken Umsatz erwirtschaftet.

Auch der Bundesrat habe das Potenzial der Schweizer Game-Branche anerkannt, schreibt die SGDA weiter. „Als digitale Kulturgüter sind Games Träger neuer Formen des kreativen und des technologischen Schaffens“, zitiert der Verband aus einer im März 2018 gegebenen Antwort des Bundesrats auf einen parlamentarischen Vorstoss aus dem Jahre 2015. „Sie verfügen über ein grosses Innovationspotenzial, sowohl in kultureller als auch in wirtschaftlicher Hinsicht.“

In der kommenden Legislaturperiode müsse die „Zukunftsbrache Games“ mit Massnahmen unterstützt werden, um „national und international noch erfolgreicher“ zu werden, fordert die SGDA.  „Um das Potential zu unterstreichen, ist ein Blick auf Finnland wertvoll“, wird Verbandspräsident Matthias Sala in der Mitteilung zitiert. Dort habe die Branche ihren Jahresumsatz seit 2004 von 40 Millionen auf 2 Milliarden Euro steigern können. „Die Schweiz ist hinsichtlich Bevölkerung, Lebensqualität, Innovationskraft und hochqualifizierten Abgängern mit Finnland vergleichbar.“ hs

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