LGT übernimmt australischen Vermögensverwalter

15. Dezember 2021 09:48

Vaduz - Die LGT will den australischen Vermögensverwalter Crestone erwerben. Mit der geplanten Transaktion will sich das Finanzinstitut aus Liechtenstein auf dem stark wachsenden australischen Wealth-Management-Markt etablieren. Die Aktionäre von Crestone müssen der Übernahme noch zustimmen.

Die LGT plant die Übernahme des australischen Vermögensverwalters Crestone zu 100 Prozent. Wie die Liechtensteiner Privatbank mitteilt, haben die Unternehmen eine Absichtserklärung zum Verkauf besiegelt. Als Kaufpreis seien 475 Millionen Australische Dollar (296 Millionen Franken) vorgesehen.

LGT beabsichtige mit der Transaktion „nach dem erfolgreichen Ausbau ihres Private-Banking-Geschäfts in Europa, Asien und dem Mittleren Osten“ eine Stärkung der Marktposition in „einem der am schnellsten wachsenden Wealth-Management-Märkte der Welt“, heisst es in der Mitteilung. Mit der Transaktion übernehme die Bank des Fürstenhauses einen „herausragenden Vermögensberater mit ausgezeichneten weiteren Wachstumschancen im attraktiven australischen Markt“, wird Prinz Max von und zu Liechtenstein, Vorsitzender der LGT, zitiert. Die Liechtensteiner LGT ist im Private Banking und Asset Management tätig. Sie verwaltet laut Unternehmensangaben Vermögen in Höhe von 275 Milliarden Franken für Privatkunden und institutionelle Anleger, zählt mehr als 20 Büros weltweit und 3900 Mitarbeitende.

Crestone verwaltet Vermögen in Höhe von umgerechnet 17 Milliarden Franken für Privatkunden und private Familienvermögen, sogenannte Family Offices, zudem Vermögenswerte für nicht gewinnorientierte Organisationen und Finanzinstitute auf dem australischen Markt. 250 Mitarbeitende bieten umfassende Dienstleistungen in der Anlageberatung und im Portfoliomanagement. Das Unternehmen sieht im Verkauf an die LGT Chancen für den Ausbau des Dienstleistungs- und Anlageangebots. Durch die Transaktion könne Crestone „Kundinnen und Kunden die Vorteile eines globalen Unternehmens bieten und von der Erfahrung, den Kompetenzen und dem globalen Know-how der LGT als führende Vermögensverwalterin profitieren“, wird Michael Chisholm, Vorstandsvorsitzender von Crestone, zitiert.

Damit der Vertrag rechtsgültig ist, bedarf er der Zustimmung der Aktionäre von Crestone. Mit einem Abschluss wird im ersten Quartal 2022 gerechnet. hg

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