Leitfaden macht Wasserstofftankstellen planbarer

28. Oktober 2019 14:36

Dübendorf ZH - Das Genehmigungsverfahren für Wasserstofftankstellen ist kompliziert. Ein Leitfaden der Empa soll Klarheit für Erbauer und Behörden schaffen. Auf diese Weise soll der Ausbau von Wasserstofftankstellen gefördert werden.

Die beiden einzigen derzeit in der Schweiz existierenden Wasserstofftankstellen gehen auf eine Zusammenarbeit zwischen der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa), dem Bundesamt für Energie (BFE) sowie der Unternehmen H2-Energy und Hyundai zurück, informiert die Empa in einer Mitteilung. „Beim Aufbau dieser ersten Wasserstoff-Tankstellen in der Schweiz hat sich gezeigt, dass der Genehmigungsprozess und das Zusammentragen der relevanten rechtlichen Bestimmungen sowohl für Tankstellenplaner als auch für die Behörden eine Herausforderung sind“, wird Christian Bach, Leiter der Empa-Abteilung Fahrzeugantriebssysteme, dort zitiert. 

Ein von der Empa in Zusammenarbeit mit Fachstellen und Behörden entwickelter Leitfaden soll hier Abhilfe schaffen. Schritt für Schritt wird darin erklärt, „welche Behörden und Organisationen in den Genehmigungsprozess in der Schweiz einbezogen werden sollen und worauf bei Planung und Bau geachtet werden muss“, heisst es in der Mitteilung. Die rechtlich nicht bindende Anleitung liefert zudem eine Übersicht über nationale und internationale Vorschriften. 

„Mit dem Leitfaden möchten wir Tankstellenbauern und Behörden eine Hilfestellung geben und damit die Planung und den Aufbau von Wasserstoff-Tankstellen vereinfachen“, erläutert Bach. Langfristig könnte so ein schweizweites Wasserstofftankstellennetzwerk entstehen. Wasserstoff als mögliche Speicherform für überschüssige Solarenergie sei zudem „ein zentrales Element für die neue Energiestrategie“, schreibt die Empa. hs

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