Lehrstellen steigen trotz Pandemie

13. Oktober 2020 14:56

Bern - Per Ende September haben schweizweit rund 76'500 Lernende einen Lehrvertrag abgeschlossen. Damit werden trotz Pandemie mehr Jugendliche eine Ausbildung beginnen als 2019. Zudem sind die Fristen für Lehrvertragsabschlüsse bis Ende Oktober verlängert worden.

Die Lehrstellenvergabe für 2020 ist grösstenteils abgeschlossen, informiert das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) in einer Mitteilung. Ihr zufolge wurden mit 76'500 Lehrverträgen trotz Pandemie etwas mehr Lehrstellen als im Jahr zuvor besetzt. Da die Frist bis Ende Oktober verlängert wurde, können zudem weitere Lehrverträge abgeschlossen werden. Hier rechnet das SBFI damit, dass Jugendliche insbesondere in den Regionen eine Lehrstelle finden, die ihre Vorjahreswerte noch nicht erreicht haben.

In der Ausbildung engagierte Unternehmen sollen in der pandemiebedingt schwierigen Lage unterstützt werden. Auch Unternehmen, die Kurzarbeit beantragt haben, können Lernende einstellen oder weiterbeschäftigen, wird in der Mitteilung erläutert. Betriebe haben zudem ein Recht auf Kurzarbeitsentschädigung, wenn sie während eines Arbeitsausfalls weiter ausbilden.

Darüber hinaus hat das SBFI im Internet eine sogenannte Challenge zur Berufsbildung lanciert. Damit soll Betrieben Anerkennung geleistet werden, die sich auch während der Pandemie für die Berufsbildung engagieren. Berufsbildende sind aufgefordert, sich auf prolehrstellen.ch zur Berufsbildung zu bekennen. Ihr Vorbild soll andere Betriebe zur Bereitstellung von Lehrstellen motivieren. hs

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