Landis+Gyr kämpft mit Umsatzrückgang

12. Oktober 2020 12:43

Zug - Auftragseingang, Umsatz und Betriebsgewinn von Landis+Gyr sind im ersten Semester des laufenden Geschäftsjahres zurückgegangen. Beim Konzernergebnis musste ein Verlust von 2,0 Millionen Dollar hingenommen werden. Für das zweite Halbjahr rechnet Landis+Gyr mit höheren Margen.

Die Coronavirus-Pandemie und regulatorische Verzögerungen haben den Umsatz von Landis+Gyr im ersten Semester des laufenden Geschäftsjahres währungsbereinigt um 27,1 Prozent unter den Vorjahreswert gedrückt, informiert der weltweit aktive Zuger Spezialist für Energiemanagement in einer Mitteilung. Konkret waren zwischen dem 1. April und dem 30. September 2020 Umsätze in Gesamthöhe von 623,5 Millionen Dollar erwirtschaftet worden.

Das Betriebsergebnis auf Stufe bereinigtes EBITDA ging im selben Zeitraum von 124,9 Millionen auf 50,1 Millionen Dollar zurück. Die entsprechende Marge verschlechterte sich von 14,5 auf 8,0 Prozent. Unterm Strich musste ein Konzernverlust von 2,0 Millionen Dollar verbucht werden. Im Vorjahressemester hatte Landis+Gyr einen Konzerngewinn von 71,8 Millionen Dollar realisiert.

„Wir haben im gesamten Unternehmen strikte Massnahmen zur Kostenkontrolle ergriffen, während wir gleichzeitig kontinuierlich wichtige Portfolioinvestitionen tätigen“, wird Konzern-CEO Werner Lieberherr in der Mitteilung zitiert. Im zweiten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres will Landis+Gyr höhere Margen als im Berichtssemester ausweisen können. Mit der im August kommunizierten Operation Hermes sollen die Strukturen des Konzerns gestrafft und die Effizienz gesteigert werden. Dafür will Lands+Gyr weltweit rund 700 Stellen abbauen.

Konzernleitung und Verwaltungsrat werden sich über sechs Monate mit einer zehnprozentigen Kürzung der Grundvergütungen an den geschätzten Restrukturierungskosten von rund 19 Millionen Dollar beteiligen, wird in der Mitteilung weiter erläutert. Die Aktionäre sollen für das am 30. April abgelaufene vorherige Geschäftsjahr jedoch eine Ausschüttung von 2 Franken pro Aktie aus den Kapitaleinlagereserven erhalten. hs

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