LafargeHolcim kann Kosten senken

30. Juli 2020 12:42

Zug - Die Coronavirus-Pandemie hat den Geschäftsverlauf von LafargeHolcim im ersten Halbjahr 2020 negativ beeinflusst. Seit Juni hat sich die Nachfrage für den Zuger Zementriesen jedoch wieder normalisiert. Das vom Konzern Anfang Jahr lancierte Kostensparprogramm zeigt Wirkung.

Einer Mitteilung von LafargeHolcim zufolge hat der Zuger Zementriese im ersten Halbjahr 2020 einen Nettoverkaufsertrag in Höhe von 10,69 Milliarden Franken erwirtschaftet. Im Jahresvergleich entspricht dies einem Rückgang um 18,1 Prozent. Das wiederkehrende Betriebsergebnis (EBIT) lag mit 1,19 Milliarden Franken um 28,4 Prozent unter dem Vorjahreswert. Das ausgewiesene Betriebsergebnis (EBIT) fiel mit 1,01 Milliarden Franken um 36,4 Prozent hinter den Vorjahreswert zurück. Der Konzerngewinn brach um 65,7 Prozent auf 347 Millionen Franken ein.

In der Mitteilung führt LafargeHolcim den Umsatzrückgang auf „die gravierenden Folgen der strengen Lockdowns“ in vielen für den weltweit aktiven Konzern wichtigen Ländern zurück. Zudem habe sich eine Aufwertung des Franken „gegenüber allen wesentlichen Währungen“ negativ ausgewirkt. Per Ende Juni habe der Nettoverkaufsertrag aber „in allen fünf Regionen wieder Vorjahresniveau“ erreicht.

Bereits im ersten Quartal hatte der Konzern den Aktionsplan HEALTH, COST & CASH lanciert. Er sieht unter anderem eine Reduzierung der Investitionen um mindestens 400 Millionen Franken und die Senkung der Fixkosten um 300 Millionen Franken vor. „Die Agilität unserer Teams bei der Umsetzung des Aktionsplans ‚HEALTH, COST & CASH‘ zur Bewältigung der Krise ist vorbildlich“, wird Konzernchef Jan Jenisch in der Mitteilung zitiert. „So konnten wir die Kosten stärker als erwartet senken, das Nettoumlaufvermögen verbessern und einen rekordhohen Free Cashflow erreichen.“ hs

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