KVA sollen CO2 abscheiden

18. März 2022 15:08

Bern - Der Bund und die Betreiber von Anlagen zur Kehrichtverbrennung (KVA) haben die Vereinbarung von 2014 zur Reduktion der CO2-Emissionen der Branche erneuert. Bis 2030 sollen Anlagen zur Abscheidung, Speicherung und Nutzung von CO2 entstehen.

Die Vereinbarung zur Reduktion der CO2-Emissionen in den Anlagen zur Kehrichtverbrennung von 2014 ist Ende 2021 ausgelaufen. Eine neue Vereinbarung wurde jetzt laut Medienmitteilung zwischen dem Eidgenössischen Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) und dem Verband der Betreiber Schweizerischer Abfallverwertungsanlagen (VBSA) abgeschlossen. Darin verpflichten sich die Betreiber, bis 2030 Anlagen zur Abscheidung, Speicherung und Nutzung von CO2 in Betrieb zu nehmen.

Die Kehrichtverbrennungsanlagen haben laut der Mitteilung die 2014 festgelegten Verminderungsziele für ihre CO2-Emissionen erreicht, wenn Witterungseinflüsse berücksichtigt werden. Sie hatten sich verpflichtet, ihre Netto-CO2-Emissionen bis 2020 gegenüber dem Jahr 2010 um 200‘000 Tonnen sowie über den gesamten Zeitraum 2010 bis 2020 um 1 Million Tonnen zu reduzieren.

Das Potential für CO2-Verminderungen durch Wärmerückgewinnung ist laut der Mitteilung jedoch begrenzt. Die KVA sind gesetzlich verpflichtet, angelieferte Abfälle zu verbrennen. Sie können ihre CO2-Emissionen mit technischen Mitteln nur wenig reduzieren. Stattdessen setzt die neue Vereinbarung auf die Einführung von Technologien zur Abscheidung von CO2 und dessen Speicherung (CCS).

Um wie geplant die Treibhausgasemissionen bis 2050 auf netto null zu senken, seien Pilotprojekte notwendig. Laut der neuen Vereinbarung sind die KVA-Betreiber dazu verpflichtet, bis 2030 mindestens eine Anlage zur CO2-Abscheidung in Betrieb zu nehmen. Die Anlage soll eine minimale Nennkapazität von jährlich 100‘000 Tonnen CO2 aufweisen. gba 

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