Kurse informieren über „Quick Fixes“ bei EU-Mehrwertsteuer

16. Oktober 2019 13:43

Zürich - Auf Anfang 2020 treten in der EU neue Regelungen bei der Berechnung der Mehrwertsteuer in Kraft. Auch exportierende Schweizer KMU sind betroffen. Zwei Kurse des Verbandes Swiss Export informieren über die Neuerungen.

Die EU-Mehrwertsteuerregeln werden auf den 1. Januar 2020 schrittweise erneuert und vereinheitlicht. Damit soll der grenzüberschreitende Handel innerhalb der EU vereinfacht sowie Betrug und Missbrauch verhindert werden. Erste Sofortmassnahmen – die sogenannten Quick Fixes – gelten bereits ab Anfang 2020, andere Regeln sollen zwischen 2022 und 2024 eingesetzt werden.

Von den Sofortmassnahmen sind unter anderem Reihengeschäfte – also Geschäfte mit Zwischenhändlern – und Konsignationslager – also Lager im Land des Empfängers – betroffen. Diese Massnahmen schaffen zwar mehr Rechtssicherheit und machen den Wettbewerb fairer. Sie bringen aber auch einen höheren administrativen Aufwand. Wer als Lieferant gegen die neuen Regeln verstösst, kann aber auch auf der Umsatzsteuer sitzen bleiben, und das wird rasch richtig teuer. Zollbehörden können bis zu fünf Jahre nach einem Verstoss Rückforderungen geltend machen.

Der Verband swiss export führt daher mit der Tax Partner AG als Seminarpartner an zwei Nachmittagen einen halbtägigen Kurs zu den Folgen der Neuregelungen für Lieferungen in der EU, die EU-Verzollung und innergemeinschaftliche Reihengeschäfte durch. Diese Kurse richten sich an Mitarbeitende etwa in den Bereichen internationaler Verkauf, Finanz- und Rechnungswesen, Export, Logistik und Beschaffung. Die Kurse finden am Mittwoch, dem 23. Oktober, und am Dienstag, dem 19. November, jeweils in Zürich statt. Sie dauern von 13.30 bis 17 Uhr. Anmeldungen sind auf der Seite von swiss export möglich. 

Für Interessierte bietet swiss export auch Beratungen und Schulungen zum Thema an. stk

Aktuelles im Firmenwiki