Kühe stossen dank Knoblauch weniger Methan aus

16. Mai 2019 13:46

Zürich - Die Klimastiftung Schweiz hat entschieden, welche Klimaschutzprojekte von Schweizer und Liechtensteiner KMU sie diesen Frühling fördert. Darunter ist ein Futtermittelzusatz aus Knoblauch und Zitrusfrüchten, der Kühe weniger Methan ausstossen lässt.

 

In ihrer neuen Vergaberunde unterstützt die Klimastiftung Schweiz zahlreiche KMU mit Fördergeldern. Wie der Geschäftsführer der Stiftung, Vincent Eckert, in einer Medienmitteilung erklärt, „packen KMU den Kampf gegen den Klimawandel von allen möglichen Seiten an. Genau das braucht es, wenn wir die schlimmsten Folgen des Klimawandels verhindern wollen.“ Die Bandbreite der eingereichten Projekte sei riesig, so Eckert. „Es ist wichtig, dass sich solche Massnahmen schnell durchsetzen, denn die Menschheit muss in den kommenden zwölf Jahren den Ausstoss von Klimagasen im Verhältnis zu 1990 halbieren.“

Ein Projekt von Mootral in Rolle VD setzt dabei bei der Landwirtschaft an. Kühe schaden dem Klima mit ihrem Methanausstoss etwa gleich stark wie Autos, Lastwagen und Flugzeuge zusammen. Mootral will erreichen, dass Kühe weniger Methan ausstossen. Ein Futtermittelzusatz auf Basis von Knoblauch und Zitrusfrüchten soll den Methanausstoss um bis zu 38 Prozent senken. Das Projekt des Westschweizer KMU wird mit 200.000 Franken gefördert. Das erlaubt es dem KMU, den Nahrungszusatz anfangs vergünstigt abzugeben.

DM Green mit Sitz in Denges VD will mit der neuen Wiederverwertungspresse Revopack die Zahl der Lastwagenfahrten für die Entsorgung von Flaschen, Dosen und Büchsen halbieren. Die kompakte Presse wird direkt an den Annahmestellen installiert. Flaschen werden auf die Hälfte, Dosen und Büchsen sogar um 80 Prozent komprimiert. Andere geförderte KMU entwickeln neue Windturbinen oder setzen Künstliche Intelligenz beim Bewirtschaften der Kanalisation ein.

Joulia mit Sitz in Biel hat bereits früher Stiftungsgelder für die Entwicklung einer Duschwanne erhalten, bei der Frischwasser mit der Wärme bereits gebrauchten Wassers vorgeheizt wird. Im aktuellen Projekt soll die Wärmerückgewinnung noch attraktiver gemacht werden. Das Vorhaben wird erneut von der Klimastiftung Schweiz gefördert. eb

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