KOF rechnet mit Rückgang der Wirtschaftsleistung um 5,5 Prozent

15. Mai 2020 13:31

Zürich - Aufgrund der Coronavirus-Pandemie geht die Konjunkturforschungsstelle KOF in diesem Jahr von einem Rückgang der Wertschöpfung um 5,5 Prozent aus. Im nächsten Jahr werde das Bruttoinlandprodukt aber wieder um 5,4 Prozent steigen, prognostiziert die KOF.

 

Die raschen Massnahmen des Bundes zur Einkommenskompensation für Haushalte und der Bereitstellung von Liquidität für Unternehmen hätten Einkommensausfälle  und drastisch steigende Arbeitslosenzahlen und Konkurse begrenzt, schreibt die Konjunkturforschungsstelle (KOF) der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) in einer Mitteilung zu ihrer aktuellen Konjunkturprognose. Die entsprechenden Produktionsausfälle hätten damit aber nicht verhindert werden können, heisst es dort weiter. Den Analysten der KOF zufolge muss daher in diesem Jahr mit einem Rückgang des Bruttoinlandprodukts (BIP) um 5,5 Prozent gegenüber 2019 gerechnet werden.

Allein für das zweite Quartal 2020 haben die Analysten einen Wertschöpfungsrückgang um fast 10 Prozent gegenüber dem Vorquartal beobachtet. „Im Gegensatz zu früheren Rezessionen, unter denen vor allem die Exportwirtschaft litt, sind diesmal auch binnenorientierte Sektoren stark betroffen, insbesondere die Dienstleistungen“, heisst es dazu in der Mitteilung. Im kommenden Jahr werde die Wirtschaftsleistung dann aber wieder um 5,4 Prozent zulegen, prognostizieren die Analysten.

Bei der Arbeitslosenquote geht die KOF von einem Jahresdurchschnitt von 3,8 Prozent aus. Im kommenden Jahr wird die Arbeitslosenquote ihren Analysten zufolge sogar auf durchschnittliche 4,3 Prozent ansteigen. Bund, Gemeinden und Kantonen sagen sie einen Rückgang der Steuereinnahmen um insgesamt mehr als 25 Milliarden Franken in den nächsten Jahren voraus. hs

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