Kleine Firmen werden in Kreislaufwirtschaft abgehängt

19. Oktober 2020 13:18

Wien - Kleinere Unternehmen drohen in der Kreislaufwirtschaft zurückzufallen. Zu diesem Schluss kommt eine Umfrage, die GfK im Auftrag von ARAplus in Österreich durchgeführt hat. Nur eine Minderheit von ihnen will in den nächsten drei Jahren in die Kreislaufwirtschaft investieren.

Kleinere Unternehmen fahren ihre Investitionen in die Kreislaufwirtschaft zurück, zumindest in Österreich. Laut einer Umfrage, welche das Marktforschungsinstitut GfK im Auftrag von ARAplus durchgeführt hat, wollen nur 17 Prozent der befragten kleineren Unternehmen in den nächsten drei Jahren in die Kreislaufwirtschaft investieren. Vor einem Jahr waren es noch 27 Prozent. Die grösseren Unternehmen wollen ihre Investitionen in die Kreislaufwirtschaft sogar noch verstärken: 64 Prozent von ihnen wollen in den nächsten drei Jahren in diesen Bereich investieren; vor einem Jahr waren es erst 55 Prozent.

Damit dürfte sich laut einer Mitteilung von ARAplus die bestehende Diskrepanz noch verstärken. Derzeit seien bereits 88 Prozent der grösseren Unternehmen in der Kreislaufwirtschaft aktiv oder planten mit ihr, aber nur 54 Prozent der kleineren. „Grosse Unternehmen setzen verstärkt auf Abfallreduktion, Verbesserung des Abfallmanagements oder die Recyclingfähigkeit von Gütern und Verpackungen“, wird ARAplus-Geschäftsführer Harald Hauke in der Mitteilung zitiert. 

Hauke sieht in den Ergebnissen der Umfrage ein „Warnsignal“. „Als wichtige, tragende Säule der Wirtschaft dürfen kleinere Unternehmen nicht noch weiter im Bereich Circular Economy zurückfallen. Denn diese ist unsere Zukunft.“

ARAplus betreibt mit der Ara Altstoff Recycling Austria AG eines der führenden Sammel- und Verwertungssysteme für Verpackungen in Österreich. stk

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