Kantone wollen nationale Planung für Gütermetro

04. Juli 2019 14:19

Aarau/Solothurn - Die Kantone Aarau und Solothurn begrüssen das Konzept einer privatwirtschaftlich finanzierten Gütermetro. Sie fordern aber vom Bund, dass er wie bei der Bahn die alleinige Verantwortung für die Erteilung einer Konzession übernimmt.

Wenn in der Schweiz ein unterirdisches System für den Gütertransport gebaut werden soll, dann muss die Verantwortung für die Planung und die Bewilligung allein beim Bund liegen. Das fordern die Kantone Aargau und Solothurn in ihren Antworten im Rahmen der Vernehmlassung für ein Spezialgesetz zu Cargo Sous Terrain (CST). Sie lehnen eine zwischen Bund und Kantonen geteilte Verantwortung und eine bloss koordinierende Rolle des Bundes ab. Dieser müsse vielmehr „für die unterirdische Infrastruktur analog zum Eisenbahngesetz eine Konzession“ erteilen, schreibt der Kanton Aargau in einer Mitteilung.

Sowohl der Aargau als auch Solothurn begrüssen das Konzept von CST. „Angesichts der heute bereits stark ausgelasteten Verkehrsinfrastruktur auf Schiene und Strasse sieht der Kanton in der Vision einer unterirdischen Gütertransportlogistik eine Chance für einen Beitrag zur Bewältigung der künftigen Güterverkehrsströme“, heisst es in der Mitteilung aus Aarau. Ähnlich in der Mitteilung der Solothurner Regierung: „Die Idee der ohne  öffentliche Mittel auskommenden Cargo sous terrain (CST) erscheint in diesem Zusammenhang vielversprechend, zumal  das geplante  unterirdische Tunnelsystem nicht nur als Transportkanal, sondern auch als ‚Pufferraum‘ für zu transportierende Güter dienen soll.“ 

Beide Kantone sehen aber noch offene Fragen, so bei der Bündelung der Transporte auf der letzten Meile und beim Umgang mit Grundwasservorkommen und anderen ökologischen Herausforderungen. stk

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