Julius Bär steigert Konzerngewinn um 50 Prozent

01. Februar 2021 13:59

Zürich - Die Julius Bär Gruppe hat den ihren Aktionären zurechenbaren Konzerngewinn 2020 um 50 Prozent auf 698 Millionen Franken gesteigert. Gestiegenen Erträgen standen dabei im Jahresvergleich gesunkene Aufwände gegenüber. Das Aufwand-Ertrags-Verhältnis verbesserte sich auf 66,4 Prozent.

Einer Mitteilung der Julius Bär Gruppe zufolge hat die Zürcher Bankengruppe im Geschäftsjahr 2020 Betriebserträge in Gesamthöhe von 3,583 Milliarden Franken erwirtschaftet. Im Jahresvergleich entspricht dies einem Wachstum um 6 Prozent. Das Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft hatte dabei einen Zuwachs um 5 Prozent auf 2,051 Milliarden Franken verbuchen können. Der Erfolg aus Finanzinstrumenten legte im Jahresvergleich um 53 Prozent auf 943 Millionen Franken zu. Im Zinsgeschäft musste Julius Bär hingegen einen Rückgang des Erfolgs um 22 Prozent auf 622 Millionen Franken hinnehmen.

Den Erträgen standen im Berichtsjahr im Jahresvergleich um 3 Prozent geringere Aufwände in Gesamthöhe von 2,737 Milliarden Franken gegenüber. Dabei fiel der Personalaufwand mit 1,596 Milliarden Franken um 1 Prozent geringer als im Vorjahr aus. Der Sachaufwand ging gleichzeitig um 16 Prozent auf 711 Millionen Franken zurück. Das adjustierte Aufwand-Ertrags-Verhältnis wurde von 71,1 auf 66,4 Prozent verbessert.

Als Gewinn vor Steuern konnte die Julius Bär Gruppe im Berichtsjahr 846 Millionen Franken verbuchen, das sind 49 Prozent mehr als 2019. Der den Aktionären zurechenbare Konzerngewinn legte gleichzeitig um 50 Prozent auf 698 Millionen Franken zu. Die von der Bankengruppe verwalteten Kundenvermögen legten im Verlauf des Berichtsjahres um 2 Prozent auf 434 Milliarden Franken zu. Zusätzlich der Custody-Vermögen von 72 Milliarden Franken seien 505 Milliarden Franken erreicht und somit erstmals die Marke von einer halben Billion Franken überschritten worden, heisst es in der Mitteilung.

In einem im November 2019 lancierten Programm habe die Bankengruppe bisher 2'585'000 Aktien für insgesamt 113 Millionen Franken zurück gekauft, informiert die Julius Bär Gruppe in der Mitteilung weiter. Sie sollen durch Kapitalherabsetzung vernichtet werden. In diesem Jahr will die Gruppe ein weiteres Aktienrückkaufprogramm lancieren. Hier sollen bis Ende Februar Aktien im Wert bis zu 450 Millionen Franken erworben werden. hs

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