Jeder fünfte Infizierte entwickelt keine Antikörper

30. November 2020 11:23

Zürich - Nur 83 Prozent der Corona-Infizierten entwickeln Antikörper. Das zeigt die Zürcher Coronavirus-Kohortenstudie, die im Rahmen des Forschungsprogramms Corona Immunitas erstellt worden ist. Die übrigen Infizierten könnten aber andere Formen von Immunität aufweisen.

Nicht alle Betroffenen, die mit dem Coronavirus infiziert werden, entwickeln Antikörper. Das zeigt die Zürcher Coronavirus-Kohortenstudie. Danach lassen sich nur bei 83 Prozent der Infizierten nach einem Monat Antikörper aufweisen, heisst es in einer Mitteilung des Forschungsprogramms Corona Immunitas. Dabei wiesen Betroffene mit einer schweren Erkrankung, Männer sowie Nichtraucher eine höhere Wahrscheinlichkeit auf, Antikörper zu entwickeln. 

Allerdings gebe es auch andere Formen der Immunität, heisst es in der Mitteilung. So könnte der Körper auch Abwehrzellen entwickeln. Die Kohortenstudie wolle diese Art des Schutzes vor dem Virus künftig ebenfalls untersuchen.

Für die Studie wurden zwischen dem 6. August und dem 9. Oktober 307 Personen im Kanton Zürich ausgewählt, die mit dem Coronavirus infiziert waren. Von ihnen berichteten 83 Prozent über Symptome, 14 Prozent über schwere Symptome, 3 Prozent mussten ins Spital eingewiesen werden.

Das schweizweite Forschungsprogramm Corona Immunitas wird von der Swiss School of Public Health geführt. An ihm beteiligen sich insgesamt elf Hochschulen und Gesundheitsorganisationen. Sie verfolgen in einem Langzeit-Monitoring die Ausbreitung des Virus in den verschiedenen Regionen und in spezifischen Bevölkerungs- und Berufsgruppen. Das Programm wird auch von Organisationen der privaten Wirtschaft unterstützt, darunter von der Zürcher Handelskammer

Das Programm verfügt mit „Science in a minute“ über einen eigenen Kanal auf YouTube, auf dem Fragen zu Corona allgemeinverständlich beantwortet werden. stk

Aktuelles im Firmenwiki