Interpharma fordert Strategie für Standort Schweiz

29. November 2021 10:37

Basel - Interpharma mahnt beim Bundesrat eine umfassende Strategie für den Pharmastandort Schweiz an. Das Land könne sich nicht einfach auf dem Erfolg der vergangenen Jahre ausruhen. Das zeige die von dem Verband in Auftrag gegebene BAK-Studie zur Bedeutung der Pharmaindustrie für die Schweiz.

Interpharma fordert den Bundesrat zum Handeln auf. Der in Basel ansässige Verband der forschenden pharmazeutischen Firmen der Schweiz verweist dabei auf eine jetzt veröffentlichte und von ihm in Auftrag gegebene BAK-Studie zur Bedeutung der Pharmaindustrie für die Schweiz. Laut einer Medienmitteilung mache sie deutlich, dass die Branche eine umfassende Strategie für den Pharmastandort Schweiz benötige. 

Dazu gehören nach Ansicht von Interpharma drei Bereiche. Zum einen benötige die Branche hinsichtlich der Beziehungen zur EU einen Plan B. Nach dem einseitigen Abbruch der Verhandlungen über das institutionelle Rahmenabkommen müsse der Bundesrat nun eine realistische Alternative vorlegen, die die Beziehungen zur EU langfristig und zu vertretbaren Kosten absichere. 

Zum anderen sei die Pharmaindustrie auch über die EU hinaus auf gute Rahmenbedingungen und Forschungszusammenarbeit angewiesen. Wichtig sei ein „robuster Schutz“ des geistigen Eigentums. Zudem müsse durch weitere Freihandelsabkommen der Zugang zu weiteren Exportmärkten erleichtert werden. 

In einem dritten Punkt fordert Interpharma eine „Fitnesskur für die Schweiz". Der Pharmastandort dürfe nicht weiter „durch einseitige Kostenfokussierung“ geschwächt werden. Dies sei durch die Kostendämpfungspakete 1 und 2 geschehen. Zudem müsse „endlich“ die Digitalisierung des Gesundheitssystems vorangetrieben werden. 

Die Schweizer Pharmaindustrie investiere jährlich mehr als 7 Milliarden Franken im Inland und gebe direkt und indirekt 256'200 Menschen Arbeit, so Interpharma-Geschäftsführer René Buholzer. „Deshalb ist es in unserem gemeinsamen Interesse, den Standort Schweiz zu pflegen.“ mm

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