Industrieproduktion schwächelt weiter

04. Dezember 2023 14:01

Zürich - Die Industrieproduktion bleibt auch im November rückläufig. Dies zeigt der aktuelle Einkaufsmanagerindex. Er notiert seit Jahresanfang unterhalb der Wachstumsschwelle. Sein Pendant für Dienstleistungen hält sich dagegen den vierten Monat in Folge im Wachstumsbereich.

Der vom Fachverband für Einkauf (procure.ch) in Zusammenarbeit mit der Credit Suisse monatlich erhobene Einkaufsmanagerindex (PMI) für die Industrie notiert im November auf dem Stand von 42,1 Zählern. Trotz eines Anstiegs von 1,5 Punkten gegenüber dem Vormonat verharrte der Indikator damit zum elften Mal in Folge unterhalb der Wachstumsschwelle von 50 Punkten. Die Konjunkturfachleute von Verband und Bank zeichnen dem Industriesektor daher „ein düsteres Bild, das nur wenig Hoffnung auf rasche Besserung macht“.

Die Subindikatoren für Produktion und Auftragsbestand fielen im November mit 46,6 beziehungsweise 38,1 Punkten zwar besser als im Oktober aus, verzeichneten gemeinsam mit allen anderen Subindikatoren aber Werte unterhalb der Wachstumsschwelle. Zudem habe die schwache Konjunktur im Industriebereich mittlerweile auch auf den Arbeitsmarkt durchgeschlagen, heisst es im PMI. Ihre Subkomponente fiel mit 40,6 Punkten auf den niedrigsten Wert seit Oktober 2020.

Der Einkaufsmanagerindex für den stark vom privaten Konsum in der Schweiz abhängigen Dienstleistungssektor legte dagegen gegenüber Oktober um 1,5 Punkte auf 53,6 Zähler zu. Damit hält sich der Index seit vier Monaten in Folge im bei 50 Punkten beginnenden Wachstumsbereich. Diese Entwicklung zeigt nach Ansicht der Fachleute „die Widerstandsfähigkeit der Binnenwirtschaft“ auf. ce/hs

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