Industrie verhindert Konjunktureinbruch

01. Juni 2021 13:51

Bern - Dienstleistungssektor und privater Konsum sind im ersten Quartal 2021 stark zurückgegangen. Ein Konjunktureinbruch wurde jedoch von der Industrie verhindert, zeigt ein Bericht des SECO. Hier legte die Wertschöpfung gegenüber dem Vorquartal um 4,9 Prozent zu. Insgesamt sank die Wirtschaftsleistung um 0,5 Prozent.

Die Erholung der Binnenkonjunktur habe im ersten Quartal 2021 eine Pause eingelegt, erläutert das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) in einer Mitteilung. Konkret haben die Analysten des SECO im Berichtsquartal einen starken Rückgang der Wertschöpfung im Dienstleistungssektor und beim privaten Konsum beobachtet. Insgesamt fiel die Wirtschaftsleistung gegenüber dem letzten Quartal 2020 um 0,5 Prozent geringer aus.

Ein mit der Entwicklung im Frühjahr 2020 vergleichbaren Konjunktureinbruch habe jedoch nicht stattgefunden, erläutern die Analysten weiter. Sie führen dies auf die gute Entwicklung im Schweizer Industriesektor zurück. Hier wurde ein Wachstum um 4,9 Prozent gegenüber dem Vorquartal realisiert. Den Erhebungen der Analysten zufolge wurde dieses sowohl von den Unternehmen der Chemie-Pharma-Branchen als auch von den konjunktursensitiveren Branchen gestützt. Als Wachstumstreiber führen die Analysten eine stark steigende Nachfrage in für die Schweizer Exportindustrie wichtigen Regionen wie den USA und China an.

Die privaten Konsumausgaben lagen im Berichtsquartal hingegen um 3,3 Prozent unter dem Wert des Vorquartals. Die Wertschöpfung im Baugewerbe ging gleichzeitig um 0,5 Prozent zurück. Im Dienstleitungssektor sei bis auf wenige Ausnahmen „ein markanter Rückgang der Wertschöpfung“ beobachtet worden, heisst es in der Mitteilung. Insgesamt fiel die inländische Endnachfrage um 1,8 Prozent geringer als im Vorquartal aus. hs

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