Industrie stoppt Sinkflug

01. November 2019 13:01

Zürich - Der von Credit Suisse und procure.ch erhobene Einkaufsmanagerindex für die Industrie ist nach einem historischen Tief im September im Oktober wieder gestiegen. Er notiert nur noch leicht unterhalb der Wachstumsschwelle. Sein Pendant im Dienstleistungssektor gab hingegen etwas nach.

Der vom Fachverband für Einkauf (procure.ch) in Zusammenarbeit mit der Credit Suisse monatlich erhobene Einkaufsmanagerindex (PMI) für die Industrie notierte im Oktober mit 49,4 Zählern um 4,9 Punkte über dem historischen Tiefstand vom September und nur noch leicht unter der Wachstumsschwelle von 50 Zählern. Zudem habe der Index im Oktober seinen höchsten Stand seit sieben Monaten erreicht, schreiben die Analysten. Sie machten im Monatsvergleich einen Anstieg aller fünf Subkomponenten des Index aus.

Die stärkste Verbesserung wurde dabei bei den Subkomponenten Produktions- und Auftragslage registriert. Der Subkomponente Produktion sei mit einem Anstieg um 5,5 Punkte sogar der Sprung in die Wachstumszone geglückt, erläutern die Analysten. Sie sehen zudem auch in den trotz steigenden Einkäufen abnehmenden Beständen der Vorproduktelager ein Zeichen für eine Verbesserung der Kapazitätsauslastung.

Der PMI im Dienstleistungssektor musste im Oktober hingegen einen leichten Rückgang um 1,7 Punkte hinnehmen. Mit einem Stand von 54,8 Zählern verbliebe er jedoch „nach wie vor deutlich in der Wachstumszone“, schreiben die Analysten. „Insgesamt scheint sich damit der Wachstumstrend im Dienstleistungssektor fortzusetzen, was unseren Befund bestätigt, dass die aktuelle Nachfrageschwäche in erster Linie im Industriesektor stattfindet.“  Für die nahe Zukunft gehen die Analysten insgesamt von einem Wachstum der Schweizer Wirtschaft mit schwacher Dynamik aus. hs

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