Hotellerie fordert finanzielle Hilfe

30. Juni 2020 12:54

Bern - Trotz Lockerungen der Massnahmen liegt die Auslastung der Beherbergungsbranche in diesem Sommer weit unter dem Vorjahreswert. Daher brauche die Branche mehr Unterstützung, meint HotellerieSuisse. Der Unternehmerverband fordert unter anderem einen Schuldenerlass in Härtefällen.

Jüngste Zahlen zeigten zumindest in den Ferienregionen eine teilweise Erholung, schreibt HotellerieSuisse in einer Mitteilung. Einer aktuellen Umfrage des Unternehmerverbands bei seinen Mitgliedern habe ergeben, dass die Beherbergungsbranche in den Ferienregionen für die Monate Juni bis August mit einer Auslastung von 43 Prozent rechnete, heisst es dort weiter. In den Stadthotels wird hingegen nur mit einer Auslastung von 23 Prozent gerechnet.

Kurzarbeit, COVID-Kredite und Lockerungsmassnahmen hätten „zumindest in Teilbereichen eine Entspannung erreicht“, schreibt HotellerieSuisse. Konkret verweist der Verband auf den starken Rückgang der Konkurswahrscheinlichkeit in der Branche hin. Trotzdem brauchten die Unternehmen „kurz- bis mittelfristig“ zusätzliche Unterstützung, um „Liquidität und Investitionsfähigkeit zu sichern sowie Arbeitsplätze zu erhalten“.

Dafür hat HotellerieSuisse ein Positionspapier mit wirtschaftspolitischen Forderungen erstellt. Hier wird unter anderem ein „Schuldenerlass bei einfachen COVID-Krediten in Härtefällen“ gefordert. Zudem solle die Höchstdauer beim Bezug von Kurzarbeitsentschädigung von einem Jahr auf 18 Monate ausgedehnt werden. Für die von der Pandemie besonders getroffene Stadthotellerie und den Geschäftstourismus fordert der Unternehmerverband einen „Masterplan des Bundes“ ein. Er soll „die strukturellen Schwächen sowie die Stärken des Standorts Schweiz gegenüber dem Ausland und Verbesserungspotential aufzeigen“. hs

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